Schnelle Realisierung, wenn Kommunen zusammenarbeiten

50 Prozent Förderung für Industriegebiet West

Auf dem Gebiet des Campingplatzes soll ein Teil des Industriegebietes Wildeshausen-West entstehen. - Foto: Google Earth

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wie wertvoll ist der Waldbestand auf dem etwa 22 Hektar großen Gebiet, das in naher Zukunft zu einem Industriegebiet-West umgewandelt werden soll? In den kommenden Wochen wird das von einem Förster ermittelt. Danach ist zu klären, wo und wie Ausgleichsflächen entstehen.

Die Voraussetzungen dafür, dass nach jahrelangen Vorbereitungen doch noch eine Fläche für Industrie und Gewerbe in der Nähe der Autobahnauffahrt Wildeshausen-West im Bereich des Campingplatzes Bürgerpark ausgewiesen werden kann, sind offenbar besser geworden. Davon berichtete Wildeshausens Wirtschaftsförderer Claus Marx dem Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt am Dienstagabend.

Entgegen der Behauptung, dass rund 80 Hektar Naturfläche verbraucht werden sollen, betonte Marx, dass die Baulandfläche netto nur gut ein Viertel so groß sein wird. Bei den Eigentümern ist offenbar Verkaufsbereitschaft vorhanden.

Die Erschließung der Flächen ist relativ einfach zu bewerkstelligen, allerdings wird eine Pumpstation für Abwasser und Schmutzwasser in Richtung Kläranlage benötigt. „Für normal-emittierende Betriebe reicht das völlig“, betonte Marx, der auch von Überlegungen berichtete, einen Projektierer sowohl mit dem Ankauf der Flächen als auch der Bauleitplanung wie dem Verkauf der Areale zu betrauen. Geklärt werden muss auch, ob parallel noch ein Sandabbau erfolgen kann.

Die beste Nachricht für die Politiker war jedoch, dass die N-Bank bei einem interkommunalen Gebiet 50 Prozent der Erschließung und Ausgleichsmaßnahmen bezahlen würde. Das Zusammengehen mit Dötlingen oder Harpstedt sorgt gleichzeitig für eine höhere Wertungszahl, die einen schnelleren Maßnahmenbeginn ermöglicht. Wolfgang Sasse (CDU) setzte sich dafür ein, in Wildeshausen-West ein reines interkommunales Industriegebiet zu schaffen und in Hockensberg ein interkommunales Gewerbegebiet. Mit den Filetstücken für die Industrie könne auch der Haushalt entlastet werden.

„Wir müssen uns klar positionieren“, forderte Walter Panschar (SPD). „Die Gewerbetreibenden suchen. Das haben sie auch öffentlich gemacht. Wir sollten schnell ein Angebot unterbreiten.“

Die UWG hingegen hält nicht viel von den Plänen in Wildeshausen-West. Hermann Hitz und Heiner Spille nahmen sie lediglich zur Kenntnis. Hitz regte an, das Industriegebiet an der B 213 in Simmerhausen zu erweitern. Dort gebe es noch einiges an Platz.

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