Mohammad Fakhro durfte einen Monat in Totnes lernen

Praktikum in England gut für die Selbstständigkeit

Ingo Hermes (l.) unterstützte das Auslandspraktikum von Mohammad Fakhro ebenso wie Ausbildungsleiter Hendrik Jüchter (2.v.r.) und Mobilitätsberaterin Kirsten Grundmann. - Foto: dr

Wildeshausen - Der 20-jährige Mohammad Fakhro gehört zu den besten Auszubildenden bei Hermes Systeme in Wildeshausen. Er ist im dritten Lehrjahr als Elektroniker für Automatisierungstechnik und hat nun auch ganz besondere Selbstständigkeit bei einem lehrreichen Auslandsaufenthalt bewiesen.

Im Rahmen eines Förderprogramms der Europäischen Union ermöglicht die Handwerkskammer Oldenburg jungen Auszubildenden einmonatige Praktika im Ausland, die andere Sichtweisen auf den zu erlernenden Beruf bieten. Für Fakhro, der die schwedische Staatsbürgerschaft hat und in Wildeshausen lebt, ging es zunächst darum, eine Woche lang die englischen Sprachkenntnisse zu verbessern und danach drei Wochen in einem Betrieb in England mitzuarbeiten.

„Das ging nur durch die Hilfe der Handwerkskammer und die fünfzigprozentige Finanzierung des Praktikums durch meinen Ausbildungsbetrieb“, zeigt sich Fakhro dankbar, dass er nach Großbrittanien, und zwar in die Stadt Totnes (Nähe Exeter), reisen konnte.

Für Firmenchef Ingo Hermse ist das keine Frage. „Wir bieten das den besten Auszubildenden an“, sagt er. Es sei wichtig, den jungen, leistungsbereiten Menschen etwas zu bieten und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Gleichzeitig erhofft er sich natürlich auch, dass erfolgreiche Auszubildende ihren weiteren Weg in seinem Betrieb gehen. Bei Hermes gibt es bis zu fünf Auszubildende pro Jahr, im Bereich Elektrotechnik werden sie von Hendrik Jüchter und Kevin Niemeyer geschult.

Von Kirsten Grundmann, Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer Oldenburg, erhielt Fakhro wichtige Tipps für seinen Aufenthalt. „Die Reise müssen die jungen Menschen aber dann weitgehend selbst organisieren“, sagt sie. „Das ist gut für die Entwicklung der Selbstständigkeit.“

Für Fakhor war es zunächst sehr wichtig, die Sprache zu lernen, damit er sich in den darauf folgenden Wochen mit den anderen Praktikanten durchgehend auf Englisch unterhalten konnte. „In meiner Gastfamilie musste ich ja auch englisch sprechen“, betont er. Seinen Job verrichtete der 20-Jährige dann zur vollen Zufriedenheit des Firmenchefs im Betrieb SFS. „Die Firma war recht klein. Dort wurden Hubschrauber- und Autosimulationsspiele hergestellt“, berichtet Fakhro. Nach seiner Erfahrung wurde dort ein wenig lockerer gearbeitet als in seinem Wildeshauser Ausbildungsbetrieb. Das bestätigt Grundmann: „Viele Praktikanten berichten, dass die Arbeit in Deutschland zielstrebiger ausgeführt wird. Hier gibt es einfach mehr Druck.“

Als Belohnung erhielt Fakhro den „Europass Mobilität“. „Das macht sich gut im Lebenslauf“, so der Ausbildende. „Außerdem habe ich viel gelernt.“ 

dr

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