Wildeshauser Freiwillige unterrichtet in Südostasien

Pia-Marie Kolloge lebt sich gut in Laos ein

Die Wildeshauserin Pia-Marie Kolloge und ihre Kollegin Franziska Strunk beim Englischunterricht. An der Kommunikation muss noch ein bisschen gearbeitet werden. - Fotos: Kolloge

Wildeshausen/Pakxan - Seit mehr als zwei Wochen ist die 18-jährige Wildeshauserin Pia-Marie Kolloge mittlerweile in Laos und leistet entwicklungspolitischen Freiwilligendienst. Für unsere Zeitung berichtet sie von ihren ersten Eindrücken in Südostasien.

„Am 24. August bin ich mit meiner Frewilligenkollegin Franziska Strunk in der laotischen Hauptstadt Vientiane angekommen, wo wir von der Lao Youth Union (LYU) abgeholt wurden. Noch am selben Tag wurden wir mit einem Kleinbus zu unserem Einsatzort gebracht. Das Ziel war Pakxan in der Bolikhamxay Province, zwei Stunden entfernt von der Hauptstadt, direkt am Ufer des Mekong, an der Grenze zu Thailand. Nach ein paar Nächten in Gästehäusern bezogen wir ein kleines Haus mit drei Zimmern plus Bad und Küche.

Kommunikation teils etwas schwierig

Die ersten anderthalb Wochen konnten wir uns eingewöhnen und nutzten die Zeit, um unser neues Zuhause einzurichten, die Rucksäcke auszupacken und die Stadt Pakxan zu erkunden. Auch haben wir schon viele Menschen kennengelernt, wie unsere Kollegen, die LYU Mitarbeiter, die uns kräftig unterstützten. Die Kommunikation ist teils etwas schwierig, da nicht alle Laoten Englisch können und wir kein Laotisch. Aber unsere Mentoren helfen als Dolmetscher aus und mittlerweile können wir auch schon ein paar Worte Lao sprechen.

Am 5. September startete unsere erste Arbeitswoche. Der Unterrichtstag begann für uns erst um 15 Uhr, da in der ersten Woche noch nicht so viele Schüler kamen. Doch dies wird sich höchstwahrscheinlich in den nächsten Wochen noch ändern.

In der ersten 60-minütigen Einheit unterrichteten wir einige Mitarbeiter der LYU. Danach hatten wir eine halbe Stunde Pause. Um 16.30 Uhr ging es weiter mit dem ersten Englischkurs für Schüler von acht bis 40 Jahren, der etwa anderthalb Stunden dauert. Der zweite Kurs begann um 18 Uhr und ging bis 19.30 Uhr.

Ergebnisse des Einstufungstest sehr durchwachsen

Für den ersten Tag hatten Franziska und ich einen Einstufungstest vorbereitet, den wir mit allen Schülern an diesem Tag durchführten, also auch mit beiden Kursen. Die Ergebnisse waren sehr durchwachsen, denn es waren viele Anfänger aber auch viele Fortgeschrittene dabei. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurden die Klassen ab Mittwoch in zwei Level geteilt. Ich übernahm Level eins, meine Mitfreiwillige Level zwei. Ein Mentor, der selbst Englischlehrer ist, unterstützt uns kräftig.

Die erste Stunde allein war sehr aufregend für mich, da ich nicht genau wusste, was auf mich zukommen würde. So stand ich vor meiner Klasse, die im Laufe der Woche immer größer wurde, und sollte nun Menschen unterrichten, welche teils viel älter waren als ich. Aber als ich erst mal mit meinen Stoff angefangen hatte, lief es ziemlich gut. Bei ein paar Verständnisproblemen konnte mir eine LYU-Mitarbeiterin helfen. Mein Unterrichtstoff bestand aus einfachen Dingen wie Vokabeln, leichter Grammatik und viel Sprechen. Denn das ist die größte Hürde für Laoten. Doch sind diese so fleißig dabei, dass dieses Problem in den nächsten Monaten bestimmt sehr stark nachlassen wird. Denn meine Schüler sind deutlich aufmerksamer, als ich es teilweise aus den deutschen Schulen kenne. Zum Schluss kann ich sagen, dass ich so langsam in diesem wunderschönen grünen und super gastfreundlichen Land ankomme und mich eingewöhne. Ich freue mich, hier ein Jahr zu verbringen und mit den Schülern zu arbeiten.“

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