Elfjährige Züchterin präsentiert stolz ihr Lieblingskaninchen

Paula holt sich mit Liebling „Harry“ den Sieg

Die Gratulanten und Geehrten: Franz Josef Haneberg, Hartmut Frerichs, Rolf Frerichs, Paula Debbeler, Wilfried Hollinden, Ralf Trautmann und Eduard Hüsers (von links). - Foto: Nosthoff

Düngstrup - Von Anja Nosthoff. Mit ihren elf Jahren ist Paula Debbeler als Kaninchenzüchterin schon überaus erfolgreich: Bereits vor zwei Jahren durfte sie sich mit ihren kuscheligen Lieblingen zur Landessiegerin küren lassen. Nun erhielt sie am Sonnabend während der 39. Wildeshauser-Geest-Schau des „Rassekaninchen- und Kleintierzüchtervereins (RKZV) I 23 Düngstrup und Umgebung“ im Gasthaus Ulrich Schönherr in Düngstrup auch den Stadt-Ehrenpreis für die acht besten Tiere der Ausstellung vom Stadtratsvorsitzenden und Schirmherren der Ausstellung, Hartmut Frerichs.

Freudig posierte sie nach der Siegerehrung inmitten der Vereinsvertreter und Ehrengäste mit ihrem Lieblingskaninchen „Harry“, einem schwarz-weißen „Farbenzwerg“, für das Pressefoto. Stellvertretend für Ingrid Weddige nahm Franz Josef Haneberg den Stadt-Ehrenpreis in der Rubrik „Geflügel“ entgegen und zeigte für das Foto ein weiteres Siegertier: Eines der acht „Federfüßigen Zwerghühner“, die beim Geflügel die höchste Punktzahl erhalten hatten.

„Daran, wie gepflegt die Tiere sich hier beidieser Ausstellung präsentieren, erkennen wir, dass ihr Züchter und nicht einfach nur Tierhalter seid“, fand Rolf Frerichs vom Kreisverband der Kaninchenzüchter Oldenburg-Nord lobende Worte. Er ging auch darauf ein, dass die Züchter durch die Variante zwei der Kaninchenkrankheit, die in diesem Frühjahr in Deutschland ausgebrochen war, viele Tiere verloren hätten.

Hinsichtlich der Ausstellung betonte er jedoch: „Nicht die Masse macht’s.“ Wichtig sei vielmehr das Engagement für die Tiere, die Zucht, den Erhalt der Artenvielfalt und für das Vereinsleben. Dafür sprach auch der stellvertretende Landrat Eduard Hüsers seine Anerkennung aus: In vielen Bereichen und Gebieten sei zu bemerken, wie die Gesellschaft auseinanderdrifte. „Umso wichtiger ist das, was wir hier im Landkreis Oldenburg in unseren Vereinen leben. Das Miteinander und der Austausch sind sehr wichtig untereinander“, so Hüsers.

Viel Detailarbeit von Ehrenamtlichen stecke im Vereinsleben. Das Hobby Kleintierzucht sei außerdem in der Hektik der heutigen Zeit eine Möglichkeit, durch den Kontakt mit Tieren wieder mehr zu sich und zur Ruhe zu kommen. Dieselbe Wirkung habe auf ihn sein Gemüsegarten: „Wenn ich dort bin, besinne ich mich wieder auf das, was das Leben wirklich ausmacht“, betonte Hüsers.

Auch Hartmut Frerichs lobte die Ausstellung: „Sie vermittelt Fachkundigen wie Laien einen Überblick über den aktuellen Stand der Zucht“, so der Stadtratsvorsitzende. „Alle, die mit dem Gedanken spielen, sich der Zucht zu widmen oder für ihre Kinder ein Tier anzuschaffen, bekommen hier wertvolle Tipps. Sie finden fast alle Rassen versammelt, können eine erste Auswahl treffen und bekommen Anhaltspunkte, welche Tiere sich besonders für eine Haushaltung eignen.“

Der Vereinsvorsitzende Ralf Trautmann freute sich besonders, dass er in diesem Jahr unter den Ausstellern und Besuchern wieder Gäste aus dem Partnerverein „KZV I 94 Varel-Land“ sowie aus dem Kreisverband Oldenburg-Süd begrüßen konnte. Engen Kontakt halten die Kleintierzüchter auch zu ihrem französischen Partnerverein aus Barr. Ganz aktiv ist der Verein außerdem in der Jugendarbeit: Seit 1974 wird in jedem Jahr eine Jugendfreizeit durchgeführt. Diese Fahrten führen die Jugendgruppe mit Gästen für jeweils etwa drei Wochen in Feriencamps in Deutschland, Schweden oder Frankreich.

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