RB Leipzig überweist Geld vor Weihnachten / Großes Lob für Resonanz vor Ort

Benefizspiel: 60000 Euro für betroffene Familien

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Wolfgang Sasse und Ralf Rangnick (r.) im Gespräch.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. 4500 Menschen säumten das Fußballfeld im Wildeshauser Krandel, als die Profis des SV Werder Bremen und von RB Leipzig am 9. Oktober im Rahmen eines Benefizspiels aufeinander trafen. Nun steht fest, dass nach Abzug aller Steuern und Kosten mehr als 60000 Euro an zwei Familien überwiesen werden können, deren Angehörige bei einem Unfall in der Nähe von Leipzig zu Schaden kamen.

Ganz genau wollte der Geschäftsführer von RB Leipzig, Ulrich Wolter, die Summe am Dienstag nicht taxieren, aber dass es über 60000 Euro sind, konnte er bestätigen. „Wir werden das Geld nun in Absprache mit dem Geschäftsführer von ‚Private Greens‘, Volker Sternberg, auf die Familien aufteilen“, erklärte er. „Das geht noch vor Weihnachten an die Mitarbeiter, und die Höhe der Zuwendungen richtet sich danach, wie schwer die Familien betroffen sind.“ Zur Verwendung gebe es klare Regeln, um beispielsweise Kindern später eine gesicherte Berufsausbildung zu ermöglichen.

Wie berichtet, war ein Montageteam der Wildeshauser Kunstrasenfirma am 3. August ungebremst auf einer Autobahn nahe Leipzig auf einen voraus fahrenden Laster geprallt. Der 46-jährige Fahrer aus der Kreisstadt starb noch an der Unfallstelle, der 53-jährige Beifahrer wurde mit Knochenbrüchen, Quetschungen und inneren Verletzungen mit dem Hubschrauber nach Magdeburg geflogen und schwebte lange in Lebensgefahr. Der dritte Monteur erlitt einen Tag nach seinem 21. Geburtstag Prellungen und Schürfwunden.

Leipzigs Cheftrainer und Sportdirektor Ralf Rangnick erfuhr von der Tragödie. Er hatte auch die Idee zu dem Benefizspiel, als er erfuhr, dass der Fahrer Ehefrau und drei Kinder im Alter von neun, zwölf und 18 Jahren hinterlassen hatte.

Der Kontakt zu Werders Geschäftsführer, Thomas Eichin, war schnell geknüpft, und so vereinbarten die beiden Vereine einen Freundschaftskick in der Länderspielpause.

In Wildeshausen fanden sie mit dem VfL-Wittekind-Vorsitzenden Wolfgang Sasse einen kompetenten Ansprechpartner, der bereits wenige Monate zuvor das Bezirksliga-Finale mit 4000 Zuschauern im Krandel generalstabsmäßig organisiert hatte.

Das war auch im Oktober wieder der Fall, und Wolter bedankt sich dafür ausdrücklich bei Sasse und der Stadt: „Es gab eine überragende Resonanz der Unternehmen vor Ort“, betont der Leipziger Geschäftsführer im Gespräch mit unserer Zeitung.

Werder-Benefizspiel gegen RB Leipzig

Sasse hatte dafür gesorgt, dass sich viele Firmen und Mitglieder kostenfrei engagierten und somit der Ertrag in der genannten Höhe ausfällt. „Ein beeindruckendes Ergebnis“, freute er sich denn auch, als er von der Summe erfuhr. „Da hat sich der große Aufwand ja gelohnt, auch wenn das Geld nur ein kleiner Trost für die Familie ist.“ Sportlich gesehen sei es ohnehin eine tolle Veranstaltung gewesen. „Der Krandel kann es, wir können es, Wildeshausen kann es“, zieht Sasse das Resümee, dass in der Kreisstadt derartige Veranstaltungen mit viel Gemeinschaftswillen durchgezogen werden können.

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