Bürgermeister besucht DRK-Möbelkammer in der Kreisstadt

„In kurzer Zeit Großartiges auf die Beine gestellt“

Bürgermeister Jens Kuraschinski (links) hat der DRK-Möbelkammer einen Besuch abgestattet. Er zeigte sich von dem, was dort geleistet wurde und wird überaus beeindruckt.

Wildeshausen - Überrascht zeigte sich Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski am Dienstag anlässlich seines Besuches in der DRK-Möbelkammer. „Hier wurde ja in kurzer Zeit etwas Großartiges auf die Beine gestellt“, resümierte er nach seinem Besuch.

Das konnte der Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, Michael Venske, nur bestätigen. Dank der großzügigen Geste von Jürgen Hamann und Tochter Valeska Hennings, die die Grundvoraussetzung für eine Möbelkammer geschaffen hatten, war dies möglich. Seit November 2015 stellen sie einen Platz in ihren Lagerhallen am Reepmoorsweg 49 für die Möbelkammer zur Verfügung.

Zudem stellen sich weitere Unternehmer aus Wildeshausen in den Dienst der guten Sache und unterstützen tatkräftig die Möbelkammer. So fährt an jedem Dienstagnachmittag unter anderem ein Fahrzeug der Firma Paul Schmidt mit Möbeln zu den verschiedenen Flüchtlingsfamilien. Und auch die freiwillige Helferin Anne Aring unterstützt mit ihrem Sprinter die wöchentliche Verteilung der Möbelstücke.

„Wir hatten keine Probleme, Möbel für den guten Zweck zu bekommen. Viele Wildeshauser haben welche gespendet, und so konnte bereits nach kurzer Vorbereitungszeit die Kammer eröffnet werden“ schilderte Kreszentia Flauger die Anfänge der Einrichtung. Schon an den ersten Öffnungstagen gab es großen Andrang vieler Flüchtlinge, die dringend Möbel für ihre Wohnungen suchten.

Linda Vietor ergänzte: „Wir mussten schnell Strukturen schaffen. Und so bekam das Lager das Image eines richtigen Möbelgeschäftes“. Dank Christian Hess, Jochen Hoppe sowie Schrauber Martin Meyer und den vielen Helfern sei alles, was angeliefert oder von Jochen Schumacher und Raphael Klein abgeholt worden sei, perfekt aufgestellt worden. „So können die Besucher alles gut sehen und auswählen“, so die Verantwortlichen.

Um alle Wünsche verstehen zu können, wurde die Sprachmittlerin Faryal Abdalo engagiert. „Sie wird zu der Öffnungszeit am Dienstag zwischen 14 und 16 Uhr überall gebraucht. Eebenso wie die vielen jungen Männer aus Syrien, die jede Woche in die Möbelkammer kommen, um mit anzupacken“, berichtete Kristiane Helter.

Schnell wurde deutlich, dass die Flüchtlinge, Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft und aus den verschiedenen Kriegsgebieten in der Welt, dankbar sind für diese materiellen Hilfen. Aber auch nicht weniger für die menschliche Zuwendung der vielen ehrenamtlichen Helfer aus Wildeshausen, Brettorf und der Samtgemeinde Harpstedt.

Die Freiwilligen in der Möbelkammer gaben dem Bürgermeister auch Wünsche mit auf den Weg. So schlug Uta Barth vor, dass Mitarbeiter und in erster Linie die neuen Auszubildenden aus der Stadtverwaltung, einmal in der Einrichtung Dienst tun sollten, um Kontakt zu den Flüchtlingen und einen Einblick in ehrenamtliche Arbeit zu bekommen. Andere wünschten sich finanzielle Unterstützung von Stadt und Kreis für Anschaffungen zur Erleichterung der oft schweren Arbeit und für Sprachmittlereinsätze. - eb/jd

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