Internationaler Abend im Saal der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Wildeshausen

Köstlichkeiten aus aller Welt auf einem Tisch

52 Besucher bedienten sich an dem internationalen Büfett im Saal der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Wildeshausen. - Fotos: jm

Wildeshausen - Kein einziger Stuhl blieb am Sonnabend mehr frei im Saal der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wildeshausen. Für 52 Personen hatten Maria Schütte und ihre Helfer die Tische gedeckt und zum internationalen Abend mit Essen eingeladen.

„So voll war der Saal noch nie“, berichtete Elfriede Seitzinger, die gemeinsam mit Schütte, Margret Kellner und Monika Kolloge die Feier organisiert hatte. Gäste aus Syrien, Afghanistan, Iran, Irak und auch aus der Kreisstadt hatten sich zum Essen eingefunden – und jeder brachte etwas Leckeres für das Büfett mit. Grund für den internationalen Abend war das einjährige Bestehen der Geschirrstube bei der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde.

„Die Geschirrstube richtet sich sowohl an Flüchtlinge als auch an andere Bedürftige“, erklärte Schütte, die diese Einrichtung vor einem Jahr ins Leben gerufen hat. Inzwischen sei daraus zudem der Willkommenstreff entstanden, der den Flüchtlingen Deutschkurse, Bastelangebote oder einfach nur ein nettes Beisammensein ermöglicht. Entsprechend gerne waren die regelmäßigen Besucher der Einladung von Schütte und ihrem Team gefolgt und hatten reichlich Essen für den Abend mitgebracht.

Beim Essen kamen die verschiedenen Kulturen ins Gespräch.

„Uns ist es wichtig, dass die Integration gelingt. Und genau das möchten wir vorleben“, betonte Schütte. Dass sie und die anderen Helfer mit ihrem Angebot auf einem guten Weg sind, zeigte sich während des Essens.

Spätestens beim Büfett kamen die verschiedenen Kulturen ins Gespräch darüber, um was für Leckereien es sich handeln könnte. „Auch am Tisch würde ich mich freuen, wenn wir uns gemeinsam unterhalten“, sagte Schütte vor dem Essen.

Mit Zetteln mit der Aufschrift „Fürchte dich nicht“ rief sie dazu auf, sich gemeinsam an Ängste zu erinnern, die bereits durchgestanden sind. „Man hat immer wieder Angst. Angst, den Partner zu verlieren zum Beispiel. Oder die Ängste auf der Flucht, die kennen sie auch alle“, so die Organisatorin. „Darüber zu sprechen, kann uns helfen, unsere Ängste loszuwerden, um fröhlich Weihnachten zu feiern.“

Denn um das christliche Fest ging es an diesem Abend ebenfalls. Bräuche rund um den Advent und Weihnachten bekamen die Gäste erklärt, um die für sie neue Kultur besser verstehen zu können. Ein gemeinsames Fertigen von Bienenwachskerzen sowie ein weihnachtliches Basteln für Kinder verliehen dem Abschluss des Abends die entsprechende Atmosphäre. - jm

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