„Landkindergarten Regenbogen“ in Kleinenkneten eingeweiht

„Kinder haben Recht darauf, dass ihnen Gutes widerfährt“

Das war doch mal was für die Kleinen: Gemeinsam mit Bürgerrmeister Jens Kuraschinski und Leiterin Kerstin Mathiebe in der Spielecke Bilderbücher und Spielsachen anschauen. - Fotos: Dejo

Kleinenkneten - Von Joachim Decker. Den Kindern scheint es egal, dass sie nun nicht mehr im Spielkreis Kleinenkneten, sondern im „Landkindergarten Regenbogen“ betreut werden. Zur offiziellen Einweihung waren sie gestern allerdings etwas nervös. Mussten sie doch vor so vielen Gästen etwas vorführen und singen.

Neben Bürgermeister Jens Kuraschinski und Kämmerer Thomas Eilers war seitens der Stadtverwaltung auch die Fachbereichsleiterin Soziales, Rita Manietta, zur Eröffnung gekommen. Ferner hatten sich einige Ratsmitglieder verschiedener Parteien eingefunden. Aber auch die langjährige Ratsfrau Hanna Brengelmann ließ es sich als Nachbarin der Einrichtung nicht nehmen, zu Besuch zu kommen.

„Kinder können sich nicht aussuchen, wo und unter welchen Umständen sie ihre ersten Lebensjahre verbringen. Aber sie haben ein Recht darauf, dass ihnen möglichst viel Gutes widerfährt“, betonte Kuraschinski. Er sei sich sicher, dass das im „Landkindergarten Regenbogen“ der Fall ist. Auf das Thema „Recht auf einen Kindergartenplatz“ wolle er nicht eingehen: „Obwohl es mich schon reizen würde. Aber ich kann auf weitere Ausführungen verzichten, weil bei uns, jedenfalls bis auf Weiteres, das Problem gut gelöst ist.“

Er freue sich ganz besonders, dass der langjährige Kinderspielkreis, der seit 1972 in Kleinenkneten ein Domizil für viele Kinder gewesen sei, nun in den „Landkindergarten Regenbogen“ umgewidmet werden könne: „Diese Maßnahme geht zurück auf einen CDU-Antrag aus dem März vergangenen Jahres.“ Der Verwaltungsausschuss sei dem Antrag am 3. August gefolgt: „Mit dem Ziel, die Einrichtung zum 1. August 2016 zu verwirklichen.“

Gedanken hatte sich der Bürgermeister auch zur Namensgebung gemacht: „Ein Regenbogen besteht aus den sechs Spektralfarben, aus denen sich die Grundfarben und dann jede weitere mischen lassen.“ Jeder Kindergarten brauche verschiedene Farben, Rezepturen und Konzepte, die für die Kinder passen: „Das können die Erzieherinnen sicherlich hier vor Ort bestätigen. 

Genauso flexibel wie sich Farben mischen lassen, gehen sie individuell auf die Mädchen und Jungen ein, die schwerpunktmäßig aus der Landgemeinde stammen.“ Er glaube daher, dass die Bezeichnung hier der Wirklichkeit im pädagogischen Alltag sehr nahe komme: „Ich danke den Namensschöpfern daher für diese Wortwahl.“

Der Landkindergarten umfasst heute 20 Plätze, von denen derzeit 16 besetzt sind. „Die Kosten für den Umbau betrugen 8 000 Euro, was nicht so viel war. Die Bauzeit konnten wir in die Ferien legen, sodass es kaum Einbußen im Betrieb gegeben hat“, so Kuraschinski.

Kindergartenleiterin Kerstin Mathiebe dankte allen, die die Maßnahmen begleitet haben, damit die Einrichtung zu einer Kindertagesstätte werden kann: „Alles eben zu seiner Zeit. Die pädagogische Arbeit hat sich wie alles im Leben sehr verändert. Daher passte das, was oben drauf stand, nicht mehr zu dem, was drin war.“

Auch sie hatte überlegt, warum der Name des Kindergartens passend ist: „Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich die Meinung der Kinder sehr gut in meine Rede einfließen lassen kann. Aber die haben nur geantwortet, dass ein Regenbogen eben sehr bunt sei.“ Allerdings sei er für sie viel mehr: „Er reicht von einer Seite der Erde zur anderen, ist also wie ein schützender und vereinender Bogen zu sehen. Darunter können sich also alle wiederfinden. Er vereint Gegensätze, Sonne und Regen, und verbindet sie.“ Das sei auch eines das grundlegende Erziehungsziele: „Alle sollen bei uns vereint werden.“

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