Anregungen für modernere Lampen und sichereren Schulweg

Kein Holpern in Holzhausen: Straßenbelag gefällt Bürgern

Wer nach Holzhausen fährt, kann das nun auf relativ ebenem Straßenbelag tun. Auch die Tempo-30-Begrenzung ist weg.

Holzhausen - Von Dierk Rohdenburg. Straßen, Schulwege und Lampen – das sind Themen, die die Holzhauser Bürger bewegen und die bei der Sprechstunde mit Bürgermeister Jens Kuraschinski am Montagabend erörtert wurden. Dabei gab es auch Lob für Stadtverwaltung und Politik.

Richtig zufrieden sind die meisten Bürger mit dem Zustand der Holzhauser Straße, die jahrelang mehr einer Kraterlandschaft als einer ordentlichen Fahrbahn glich. Nun wurde die Strecke im Sommer mit einer dünnen Asphaltschicht überzogen. Die Masse verfüllte die Schlaglöcher, sodass eine relativ glatte Oberfläche entstand. Anschließend wurde die gesamte Straße versiegelt. Die Maßnahme kostete die Stadt 900.000 Euro und soll mindestens zehn Jahre halten. Ein ordentlicher Ausbau der 3,4 Kilometer langen Strecke zwischen Ahlhorner und Visbeker Straße hätte 2,4 Millionen Euro gekostet und die Anwohner massiv finanziell belastet.

„So ist es erst einmal gut“, sagte Jürgen Reineberg von der Dorfgemeinschaft. Die Straße sei für Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen und Anliegerverkehr offen. Deshalb zeigte sich Reineberg allerdings verwundert darüber, dass vor Kurzem ein von der Polizei begleiteter Schwertransport mit einer abmontierten Windenergieanlage durch das Dorf gefahren war. „Dafür ist die Straße eigentlich nicht gedacht“, erklärte er, und Kuraschinski machte sich eine Notiz, um beim Landkreis nachzufragen.

Der Bürgermeister ist mit dem neuen Straßenbelag auch zufrieden, verweist aber darauf, dass der Ausbaubeschluss des Rates damit nicht vom Tisch ist. Zunächst sollen allerdings zwei Testfelder mit Asphalt Aufschluss darüber geben, wie ein etwa zehn Zentimeter dicker Belag die Belastung wegsteckt. „Diese sind noch nicht angelegt“, so Kuraschinski.

Einen weiteren Effekt hat Reineberg beobachtet: „Es gibt nicht mehr so viel Durchgangsverkehr von Lastern, und es sind wieder mehr Radfahrer hier unterwegs.“

Es gab weitere Anregungen aus dem Dorf, die Kuraschinski mitnahm. So wies Reineberg darauf hin, dass die Laternen längs der Holzhauser Straße in die Jahre gekommen sind. „Wir haben die Kanäle für die Kabel damals selbst gebuddelt“, berichtete er. Während alle anderen Bauerschaften im Rahmen der Dorferneuerung neue Lampen bekommen hätten, sei das in Holzhausen unterblieben, weil nicht klar war, wann und wie eine neue Durchgangsstraße gebaut werde. Die alten Neonröhren seien nun nicht mehr zeitgemäß, es gebe dafür auch kaum mehr Ersatz.

Eine dieser Leuchten brennt zudem auf dem „Berg“ bei einer Schulbushaltestelle, die nicht mehr angefahren wird. Dort gibt es elf Haushalte mit sieben schulpflichtigen Kindern, die rund zwei Kilometer zum Buswartehäuschen im Dorf laufen müssen. „Früher wurden sie mit dem Taxi transportiert“, berichtete Anwohnerin Hella Kahlenberg. Doch nun müssten die Kinder die Strecke laufen. Das sei zwar durchaus zumutbar, doch mittlerweile sei das Wardenburger Pflaster so auseinandergegangen, dass es nur noch schwer zu begehen sei. „Es ist zudem morgens sehr dunkel in dem Bereich“, erzählte sie. „Für die Kinder ist das kein guter Schulweg.“

Eine Lösung wäre es, wenn der Schulbus die Haltestelle wieder anfahren würde. Alternativ müsste für ein gutes Pflaster und/oder ausreichende Beleuchtung gesorgt werden. Hinweise, die Kuraschinski mit ins Stadthaus nahm.

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