Berufsinformationstag an der Wildeshauser Hauptschule

Interessante Gespräche für die berufliche Zukunft

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Andreas Hüsing (2. von rechts) ließ die Schüler auch einige „Runden“ am Fahrsimulator drehen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Immer wieder stehen Jugendliche vor der Frage, was sie nach der Schule machen, welchen Beruf sie ergreifen sollen. Der Berufsinformationstag, der gestern zum wiederholten Mal in der Wildeshauser Hauptschule über die Bühnen gegangen ist, soll etwas Licht ins Ungewisse und den Schülern der neunten und zehnten Klassen die Berufe etwas näher bringen.

„Das Interesse der verschiedenen Unternehmen ist sehr groß. Noch nie hatten wir insgesamt 18 Firmen in der Schule, die sich den Schülern präsentieren“, betont Konrektor Andreas Everinghoff. Vertreten waren Agrarfrost, Alexanderstift, Atlas Weyhausen, Auszeit, B&F Metallbautechnik, Bundeswehr, Gebr. Sauer, Geestland, Go-Gondzo, Hansalinie, Hermes Systeme, Kornkraft, Kurt Erxleben, Landmaschinen Schröder, Lidl, Rangbau, Schornsteinfegermeister Bassow sowie die Studengärtnerei Schachtschneider. 

„Das Interesse der Jugendlichen ist wirklich groß. Schließlich wissen sie, dass es jetzt darauf ankommt, dass sie sich entscheiden und bewerben müssen“, so Everinghoff. Dass dieser Informationstag Früchte tragen könne, habe nicht nur eine Schülerin aus seiner Klasse bewiesen, die sich im vergangenen Jahr informiert und nun einen Ausbildungsplatz in der Tasche habe.

In kleinen Gruppen mit sechs bis zehn Jugendlichen ging es dann in die Gesprächsrunden mit den Firmenvertretern. Die Schüler konnten im Vorfeld die verschiedenen Berufsbereiche wählen, für die sie sich interessieren. „Wir hatten bislang zwei Gruppen. Allerdings muss ich sagen, dass die Schüler noch sehr ruhig waren und sich zunächst nur unsere Ausführungen angehört haben“, erzählt Julia Neumann von der Firma Agrarfrost. 

Das Interesse sei zwar auf jeden Fall da, aber viele wüssten noch gar nicht, in welche Richtung die „berufliche Reise“ überhaupt gehen soll: „Aus diesem Grund bieten wir diese Gespräche in der Schule an. Wir wollen den jungen Menschen die Entscheidung dadurch etwas erleichtern.“

In die gleiche Kerbe schlug Kevin Dohle von der Lidl-Zentrale in Cloppenburg: „Es ist wichtig, den Jugendlichen aufzuzeigen, welche Möglichkeiten sie haben. Während unserer Gespräche wurde deutlich, dass es noch einige gibt, die nicht wissen, was sie wollen. Das Interesse war jedoch sehr groß, es kamen immer wieder Nachfragen bezüglich der Möglichkeiten.“

Für die Wildeshauser Firma B&F Metallbautechnik war Michael Frank vor Ort: „Wir hatten einige interessante Gespräche, wobei viele der Jugendlichen gar nicht wussten, was wir bieten.“ So seien sie darüber informiert worden, dass sie Ausbildungen zum Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik sowie zum Technischen Produktdesigner der Fachrichtung Maschinen- und Anlagenkonstruktion durchlaufen können.

Neben der Bundeswehr war das Unternehmen „Hansalinie“ mit einem Info-Truck an der Schule. Bei Zweitem handelt es ich um einen Verbund verschiedener Logistikunternehmen an der A 1. Für den hiesigen Bereich ist die Firma Kombifracht aus Groß Ippener zuständig. Andreas Hüsing, Mitglied der Geschäftsleitung, fand schnell den Draht zu den Schülern, um sie hinreichend zu informieren. 

Zur Abwechslung hatte er einen Lkw-Fahrsimulator im Truck, der von den Jugendlichen mit viel Freude genutzt wurde. „Uns ist es wichtig, den jungen Menschen rechtzeitig die Logistikberufe näher zu bringen, um sie dafür zu begeistern. Viele wissen gar nicht, welche Berufszweige damit verbunden sind.“ So nannte er Berufskraftfahrer, Fachkraft für Lagerlogistik, Fachlagerist und Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistungen.

Die 16-jährige Laura Wessels berichtete, dass ihr der Infotag im vergangenen Jahr viel gebracht hat: „Ich habe mit Schornsteinfegermeister Karl-Heinz Bassow gesprochen, weil mich dieser Beruf interessiert hat.“ Wenig später habe er sie zu einem Praktikum eingeladen. „Jetzt habe ich meinen Ausbildungsplatz bei ihm so gut wie sicher.“

Einen hohen Stellenwert räumte Schulleiterin Dorit Hielscher dem Infotag ein: „Das ist eine wichtige Aktion. Dadurch haben aus dem vergangenen Entlassjahrgang viele Schüler einen Ausbildungsplatz bekommen.“ Außerdem sei es eine sehr gute Möglichkeit für die Betriebe, sich vorzustellen.

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