Diabetes-Selbsthilfegruppe für Kinder bietet dritte Kanutour an

„Ich lebe wie alle anderen Jungs in meinem Alter auch“

Kinder ab fünf Jahren können sich an der dritten Kanutour der Selbsthilfegruppe im August beteiligen. - Foto: dpa

Wildeshausen - Unter dem Motto „Komm, mach mit !“ steht die mittlerweile dritte Hunte-Kanutour, die von der Selbsthilfegruppe für Kinder und Jugendliche mit Diabetes, „Kidi“, am Sonnabend, 13. August, angeboten wird. Am Sonnabend haben die Verantwortlichen im Famila-Markt in der Kreisstadt für dieses Angebot und die Gruppe Werbung gemacht.

Mit von der Partie waren Gruppenleiter Adolf Hartwig, seine Stellvertreterin Brigitte Scholz sowie der Vorsitzende des Vereins „Diabetes-Selbsthilfegruppe Ganderkesee“, Thomas Franzki. „Die Wildeshauser Gruppe ist eine Unterorganisation des Vereins – eben die Kindergruppe“, erklärte Scholz, die mit ihren Mitstreitern immer wieder das Gespräch mit den Passanten suchte, um sie über die Erkrankung Diabetes zu informieren.

Teilnehmen können an der Kanutour alle Kinder mit Diabetes sowie deren Familien und Freunde im Alter von fünf bis 16 Jahren. Wichtig wäre, dass die Teilnehmer mindestens das „Seepferdchen-Schwimmabzeichen“ vorweisen können. Anmeldekarten gibt es im DRK-Mehrgenerationenhaus in Wildeshausen oder bei Brigitte Scholz (Tel. 0174/4745082. „Wir wollen an diesem Tag viel Spaß haben und den Gästen etwas bieten“, waren sich die Verantwortlichen einig.

Mit aufs Wasser geht auch wieder der 15-jährige Nico Hartwig aus Harpstedt, der seit mittlerweile vier Jahren an Diabetes Typ 1 (Stoffwechselkrankheit) erkrankt ist, was wie auch Typ 2 nicht heilbar ist. Dennoch geht er mit seiner Krankheit eher locker um. „Ich lebe wie alle anderen Jungs in meinem Alter auch. Allerdings muss ich fünf- bis sechsmal am Tag Insulin spritzen. Aber daran kann sich sicherlich jeder mit der Zeit gewöhnen“, so der 15-Jährige. „Ich spritze mit einer Insulinpumpe in den Bauch. Auch damit kann sich jeder Betroffene recht schnell anfreunden.“ Vor der Verabreichung müsse jedoch der Blutzuckerspiegel gemessen werden. Allen erkrankten Kindern gibt er mit auf den Weg, sich mit dieser Krankheit abzufinden: „Ändern kann ohnehin niemand etwas, weil sie unheilbar ist.“

Mit der Kanutour wird jedoch auch das Ziel verfolgt, dass sich die Erkrankten und ihre Eltern in lockerer Runde und ungezwungen austauschen können. „Es gibt schließlich immer etwas über die Erfahrungen mit Diabetes zu besprechen“, meinte Scholz. Ein Thema sei dabei häufig die Freizeitgestaltung der betroffenen Kinder mit Spiel und Sport.

Der Elterngesprächskreis der Wildeshauser Gruppe kommt jeweils am zweiten Dienstag im Monat ab 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus zusammen. „Natürlich können neue Mitglieder jederzeit hinzukommen“, so Scholz. An jedem Abend stünde ein anderes aktuelles Thema auf dem Programm: „Im Mittelpunkt stehen dabei jedoch immer die Kinder, die rechtzeitig intensiv darauf vorbereitet werden müssen, wie sie sich in bestimmten Situationen zu verhalten haben, um keine Probleme zu bekommen“. Sie machte zudem deutlich, dass sich diese Treffen auch sehr gut für Lehrer und Erzieher eigneten: „Dadurch bekommen sie die Möglichkeit, besser mit dieser Krankheit umzugehen,“

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