Zwölften „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“

Diakonie Himmelsthür und „mischMIT!“ präsentieren Klaus Dörner mit „Helfen verändert – Bürgerschaftliches Engagement heute“

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Thorben Kienert, Barbara Wündisch-Konz, Dieter Brüggmann und Jörg Arendt-Uhde (von links) freuen sich auf einen hochkarätigen Redner und interessanten Vortrag im Forum. 

Wildeshausen - „Nur Bürger können Bürger integrieren. Nur für Menschen, die da wohnen, wo ich auch lebe, kann ich da sein.“ Das sind nur zwei Aussagen des Mediziners und Mitbegründers der Psychiatrie-Reformbewegung, Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner (82), der am Dienstag, 20. September, nach Wildeshausen kommt. Im Rahmen der bundesweiten zwölften „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ hält er von 17 bis 19 Uhr im Forum des Gymnasiums den Vortrag „Helfen verändert – Bürgerschaftliches Engagement heute“. Der Eintritt ist kostenlos.

In die Kreisstadt kommt er auf Einladung der Freiwilligenagentur „mischMIT!“ und der Diakonie Himmelsthür. Gestern haben Jörg Arendt-Uhde, Regionalgeschäftsführer der Diakonie, Dieter Brüggmann, Vorsitzender der Agentur, Thorben Kienert, Geschäftsführer von „mischMIT!“ und Barbara Wündisch-Konz, Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Himmelsthür, die Aktion vorgestellt. „Die Woche bürgerschaftlichen Engagements steht vom 16. bis 25. September unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck“, so Kienert. Mit Dörner komme eine spannende Persönlichkeit, die Menschen mit ihren Vorträgen begeistern könne: „In Fachkreisen ist der Psychiater durch sein Hauptwerk ,Irren ist menschlich‘ bekannt geworden.“

„Wir möchten einmal im Jahr mit der Agentur einen gemeinsamen Akzent zum Thema ,Bürgerschaftliches Engagement‘ setzen, weil uns die ehrenamtliche Hilfe so wichtig ist“, so Arendt-Uhde Mit Dörner gesprochen, sei jeder Mensch „helfensbedürftig“. Das gelte auch für Menschen mit Assistenzbedarf. Sie könnten ebenfalls ehrenamtlich tätig werden und sich auf diese Weise in die Gesellschaft einbringen: „Ich freue mich besonders, dass uns Dörner mit seinem Nachdenken über das bürgerschaftliche Engagement im Sozialraum bei dem Umwandlungsprozess unserer diakonischen Einrichtung begleitet.“

Damit sprach er die Tatsache an, dass der Redner deutlich der Dezentralisierung, wie sie derzeit von der Himmelsthür vollzogen wird, das Wort spricht. „Er ist eindeutig gegen das Anstalts- und Gewahrsamsdenken und fordert, es abzulegen. Er baut auf die Nachbarschaftshilfe, dass eben jeder Mensch helfen kann“, so Kienert. „Damit ist auch die Hilfe gemeint, die von uns vermittelt wird.“

„Für ihn steht der Mensch immer im Mittelpunkt. Egal, ob mit oder ohne Handicap. Sein Gedanke ist es, dass jeder berücksichtigt werden muss. Das wird auch in seinen Vorträgen immer wieder deutlich“, so Arendt-Uhde.

Brüggmann erwähnte, dass Dörner gegen die Institutionalisierung und Professionalisierung des Helfens sei und vieles über nachbarschaftliches Engagement abgedeckt werden könne: „Dieser Vortrag ist nicht nur für Ehrenamtliche gedacht.“

jd

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