Alternative zu Neubau im Baugebiet 

Hunteschule rückt als neuer Standort wieder in den Fokus

Die Förderschule Hunteschule wird bis 2022 geschlossen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Chancen dafür, dass die Räume der Hunteschule an der Heemstraße in Wildeshausen in Zukunft intensiver für Grundschüler genutzt werden können, steigen. Damit wäre auch der Antrag der CDU, eine zweizügige Grundschule für Kinder der neuen Baugebiete zu errichten, vorerst hinfällig. „Da ist Licht am Horizont“, freut sich CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sasse.

Hoffnung gibt es insbesondere nach einem informellen Gespräch, das Landrat Carsten Harings am Mittwochabend mit der Wildeshauser Politik und der Stadtverwaltung geführt hat.

Harings ist ebenso wie der Kreistag der Ansicht, dass die vom Bildungsministerium geforderte Auflösung der Förderschulen nicht zwingend eine bessere Beschulung bedeutet. „Ich bin deshalb auch froh, dass wir beispielsweise die Förderschulen Sprache erhalten konnten, weil dort Inklusion intensiv gelebt wird“, so Harings. Die Schüler würden gewöhnlich nach zwei Jahren in den Regelschulen weiter beschult. Auch die Förderschulen Lernen hält er für sinnvoll, um Inklusion zu stärken, eine geeignete Lernatmosphäre zu schaffen und den Absolventen einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Angesichts der Gesetzeslage, nach der die Förderschulen Lernen ab dem kommenden bis zum Jahr 2022 auslaufen sollen, verweist Harings aber darauf, dass niemandem damit gedient ist, an allen drei Standorten im Landkreis am Ende nur noch jeweils eine Klasse zu beschulen und danach den Schlüssel im Schloss umzudrehen. „Ein verantwortungsvoller Schulträger macht sich vorher Gedanken“, so seine Einstellung, die sich ideal mit den Wünschen der Stadt trifft, die zusätzliche Klassenräume benötigt. Von daher steht zu erwarten, dass die Kreisverwaltung nach der Konstituierung des Kreistages eine Initiative startet, um die Weichen neu zu stellen und den Wildeshausern bei ihrer Raumnot zu helfen.

Schon jetzt steht die Vereinbarung zwischen Landkreis und Stadt, dass die Wallschule Räume der Hunteschule nutzen kann. Bislang gibt es nur vorbereitende Gespräche. „Doch zum kommenden Schuljahr werden zwei neunte Klassen von der Hunteschule abgehen und keine neue fünfte mehr eingeschult“, so Harings.

Damit wächst die Zahl der freien Räume, und es könnte der Druck von der Wallschule genommen werden, die derzeitig fünfzügig ist.

Theoretisch könnte die Hunteschule nach einer Übernahme durch die Stadt im Jahr 2022 sogar ein eigener zweizügiger Schulstandort werden. Die Wallschule hätte zudem in den kommenden Jahren die Chance, zu einer verlässlichen Ganztagsschule mit Mensa für das gesamte Stadtgebiet zu werden. Auch daran haben viele Eltern Interesse, besonders dann, wenn sie berufstätig sind.

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