Zweiwöchiges Praktikum bei Landmaschinen Schröder

Janik Poppe: „Hier darf ich schon richtige Arbeiten erledigen“

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Meister Bastian Kammann (links) ist stets zur Stelle, wenn Janik Fragen hat.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Dienstagvormittag in der Werkstatt des Wildeshauser Familienunternehmens Landmaschinen Schröder: Der 16-jährige Janik Poppe steht unter einem großen Schlepper und ist mit einigen Arbeiten beschäftigt. Janik ist aber nicht etwa ein Auszubildender, sondern der Hauptschüler absolviert ein zweiwöchiges Praktikum in dem Betrieb.

„Ich bin jetzt in der zehnten Klasse und werde im kommenden Jahr entlassen. Mein Ziel ist der erweiterte Realschulabschluss, den ich sicherlich auch schaffen werde“, sagt der 16-Jährige, dem die Arbeit während des Praktikums sichtlich Spaß macht: „Das ist auch so. Hier darf ich richtige Arbeiten erledigen und nicht etwa nur ausfegen oder so etwas. Zurzeit bin ich dabei, das Gehäuse für die Allradkupplung zu reinigen und wieder einzubauen. Öl habe ich schon aufgefüllt.“ Er fühle sich schon am zweiten Tag des Praktikums so, als gehöre er dazu: „Das ist hier ein tolles Team. Jeder erklärt mir etwas, wenn ich einmal Fragen habe.“

Janik könnte sich durchaus vorstellen, den Beruf des Mechatronikers für Land- und Baumaschinentechnik zu erlernen: „Für mich ist die Technik reizvoll. Wir hatten zu Hause auch Landwirtschaft und nun noch einige Maschinen, die wir dann auch selbst reparieren.“ Da sei er immer mit viel Freude bei der Sache. „Hier kann ich allerdings die Unterschiede sehen, denn die Technik ändert sich ja stets, sie wird immer moderner. Diese Schlepper sind ja mit denen von vor einigen Jahren nicht mehr zu vergleichen.“

Bald Bewerbungen schreiben

Schon bald wolle er mit dem Schreiben von Bewerbungen beginnen: „Eine davon geht natürlich an diesen Betrieb. Ich hoffe, dass ich dann eine positive Antwort bekomme, denn hier würde es mir wirklich gefallen, meine Ausbildung zu machen.“

Das sind Worte, die Meister Bastian Kammann gerne hört: „Wir stellen lieber Auszubildende ein, die zuvor schon ein Praktikum bei uns gemacht haben.“ Das sei eine sehr gute Möglichkeit, festzustellen, wie die jungen Leute „ticken“: „Sehr wichtig ist, dass sie Interesse an der Technik mitbringen.“ Bei Janik habe er sofort gemerkt, dass das der Falle ist: „Er hat einfach Lust dazu. Eben so, wie es sein soll. Die Arbeiten, die ihm aufgetragen werden, erledigt er sehr gewissenhaft.“ Sicherlich habe Janik eine Chance auf einen Ausbildungsplatz: „Wir suchen immer Nachwuchs, denn dieser Beruf stirbt nicht aus.“

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