„Gespräche mit Putin wären wirklich eine Sensation“ 

Wahl in Amerika: Was sagen Kommunalpolitiker zum Ausgang?

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Amerika hat gewählt – der Republikaner Donald Trump zieht ins Weiße Haus ein. Vielen Deutschen stockte bei dieser Meldung der Atem. „Was wird jetzt aus den USA?“, fragen sich zahlreiche Bürger. Wie aber sehen Wildeshauser Kommunalpolitiker diesen Wahlausgang? Wir haben mit einigen gesprochen.

Rainer Kolloge

„Das war eine demokratische Wahl, die von jedem akzeptiert werden muss“, so Rainer Kolloge von der UWG. „Wir alle müssen abwarten, was jetzt kommt. Dann werden wir sehen, ob die Person Trump so ist, wie sie sich im Wahlkampf präsentiert hat, der wirklich unwürdig war und mich nachdenklich gestimmt hat.“ Vielleicht schaffe er es doch noch, eine passable Politik zu machen: „Ich bin ein großer Freund der USA. Es wäre schade, wenn jetzt das außenpolitische Engagement nachlassen und das Verhältnis zum Ausland schlechter werden würde.“ Es bleibe zu hoffen, dass das nicht passiert.

Manfred Rebensburg

Als eine „Katastrophe“ bezeichnete Manfred Rebensburg von den Grünen den Wahlkampf: „Das war kein respektvoller Umgang. Die Bürger haben bei dieser Wahl ihren ganzen Frust abgelassen. Allerdings ist ja bekannt, dass in Amerika ganz andere die Fäden ziehen und der Präsident eher eine Puppe ist, die daran hängt.“ Das sei auch bei Obama deutlich geworden: „Der konnte auch nicht das machen und durchsetzen, was er alles versprochen hat.“ Zwar wäre ihm Hillary Clinton lieber gewesen, aber er gehe davon aus, dass sich Trump als Präsident ganz anders verhalten werde als im Wahlkampf: „Aufhorchen lassen hat mich allerdings die Aussage, dass er das Gespräch mit Putin suchen will. Das wäre wirklich eine Sensation und sehr wichtig für die Welt.“ Es müssten dringend Gespräche geführt werden, um Kriegspotenziale abzustellen.

Wolfgang Sasse

Wolfgang Sasse von der CDU mochte sich noch kein Urteil erlauben: „Ich habe nur das ganze traurige Wahlkampf-Theater mitbekommen. Ansonsten kenne ich ihn und sein Programm nicht.“ Der Wahlkampf sei sehr schlimm gewesen: „Wir müssen abwarten, was passiert. Wichtig ist, dass Deutschland jetzt eine starke Regierung und eine starke Kanzlerin hat.“

Hartmut Frerichs

Hartmut Frerichs (SPD) hat die Befürchtung, dass sich jetzt das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA deutlich verschlechtern wird: „Er wird wahrscheinlich lieber mit Putin als mit Europa reden und verhandeln.“ Trump wolle Amerika von allen abschotten: „Zudem will der die Kriegshilfsdienste beenden. Dadurch könnte aber die IS noch mehr Schaden anrichten und weiter in die westliche Welt vorrücken.“ Es müsse sich jetzt zeigen, wie sich der neue Präsident verhält: „Allerdings bin ich der Meinung, dass es immer schlecht ist, wenn ein Geldmann Präsident wird. Von Politik hat dieser Mensch doch keinerlei Ahnung.“

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