Besuch auf dem Wildeshauser Wochenmarkt

„Frische und Qualität zählen“

Seit mehr als 40 Jahren ist der Kartoffelhof Moorschlatt auf dem Markt vertreten. Links im Bild Heiko Moorschlatt.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Der Obst- und Gemüsestand Thormälen aus Brinkum ist vom Wildeshauser Wochenmarkt nicht mehr wegzudenken. Auch gestern hatten Simone und Klaus Thormälen sowie Seniorin Heike Schnaare wieder alle Hände voll zu tun, um die Kunden zu bedienen. „Wir kommen seit nunmehr 23 Jahren auf diesen Markt und stehen donnerstags und sonnabends hier“, erzählt Simone Thormälen.

Zwar stamme die Ware nicht aus eigenem Anbau, aber oberste Priorität seien Frische und Qualität. „Genau das wird von den Kunden Woche für Woche honoriert. Daher kaufen wir nur dort ein, wo wir uns sicher sind, sehr gute Ware zu bekommen“, so Klaus Thormälen.

Seine Ehefrau ergänzt, dass die zahlreichen Käufer ein Beweis für ein gutes Angebot seien: „Nicht umsonst haben wir rund 90 Prozent Stammkundschaft, die in jeder Woche zu uns kommt.“ Der Wildeshauser Markt an sich sei sehr gut: „Hier finden die Leute ein gut sortiertes Angebot. Auch der Sonnabend lohnt sich für uns.“ Viele Kunden kämen dann noch einmal, um sich fürs Wochenende mit frischer Ware einzudecken.

Frische ist für das Unternehmen Obst und Gemüse Thormälen von überaus großer Wichtigkeit.

Seit mehr als 40 Jahren ist der Kartoffelhof Moorschlatt aus Hengsterholz auf dem Markt vertreten. Bis vor einigen Jahren noch mit „Kartoffelpapst“ Dietrich Moorschlatt und nun mit Junior Heiko Moorschlatt: „Wir verkaufen Erdäpfel aus eigenem Anbau, wir bewirtschaften gut zehn Hektar Land mit Kartoffeln.“ Für den Kunden zähle in erster Linie die Frische: „Aus diesem Grund holen wir die Kartoffeln stets erst aus der Erde, wenn wir auf den Markt fahren.“ Den Wildeshauser Wochenmarkt machten aber auch die Stammkunden aus, mit denen immer wieder nette Gespräche geführt würden.

Alles rund um die Milch hat Imke Henkel im Angebot, wenn sie auf dem Wochenmarkt steht. - Fotos: Dejo

Von der Milch bis zum Käse – eben alles von Kuh, Ziege, Schaf und Büffel – bietet die Firma Hoppenstedt aus Ganderkesee auf der Westerstraße an. „Wir haben den Stand hier seit etwa 25 Jahren. Seitdem der Markt auf die Straße verlegt wurde, hat er sich wirklich gemacht“, betont Imke Henkel, geborene Hoppenstedt. Dadurch gebe es wesentlich mehr Durchlauf: „Wir bekommen unsere Waren direkt von den Erzeugern aus Italien, der Schweiz und dem Allgäu. Nur so können wir unseren Kunden sehr gute Qualität garantieren.“ „Und die bekomme ich hier Woche für Woche“, meint Kundin Ilse Loers. „Ich kaufe regelmäßig auf dem Wochenmarkt ein und bin noch nicht einmal enttäuscht worden.“

Exotisch kommt der Stand von Richard Gneiding daher. Er bezieht die Früchte aus rund 30 verschiedenen Ländern.

Zwei Stände weiter ist „Exo-Frucht – lass dich verführen“ zu lesen. Inhaber Richard Gneiding bietet exotische Trockenfrüchte sowie Nüsse an: „Ich stehe seit acht Jahren auf diesem Wochenmarkt und habe meinen festen Kundenstamm.“ Der Umsatz sei von Woche zu Woche unterschiedlich: „Es ist ja nun einmal eine etwas ausgefallene Branche.“ Er beziehe seine Ware aus rund 30 Ländern: „Überaus wichtig ist es, stets frische Ernte zu bekommen, um Qualität garantieren zu können.“ Auch bei getrockneten Früchten gebe es riesige Qualitätsunterschiede: „Wenn ich ein Kilogramm getrocknete Ananas haben möchte, benötige ich sage und schreibe etwa zehn Kilogramm frische. Darin ist auch der Preis begründet.“

Mehr zum Thema:

Neapel und Benfica im Achtelfinale - Arsenal Gruppensieger

Neapel und Benfica im Achtelfinale - Arsenal Gruppensieger

Deprimierender Abschied für Gladbach - 0:4 in Barcelona

Deprimierender Abschied für Gladbach - 0:4 in Barcelona

Am Set von Gossip Girl 

Am Set von Gossip Girl 

Erdogan soll künftig per Dekret regieren können

Erdogan soll künftig per Dekret regieren können

Meistgelesene Artikel

Durchtrenntes Herz im Garten gefunden

Durchtrenntes Herz im Garten gefunden

Gilde-Offiziere kaufen Häuser am Marktplatz

Gilde-Offiziere kaufen Häuser am Marktplatz

„Auf Dauer war hier kein Platz für zwei Elektronik-Märkte“

„Auf Dauer war hier kein Platz für zwei Elektronik-Märkte“

Gutachter raten dringend zu einer Entlastungsstraße

Gutachter raten dringend zu einer Entlastungsstraße

Kommentare