Freiwilligenagentur spricht Dank an ehrenamtliche Helfer aus

76 Flüchtlinge mit Paten auf Tour nach Ostrittrum

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Besonders die Kinder aus Syrien freuten sich auf einen erlebnisreichen Tag im Freizeitpark Ostrittrum.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Ganz schön kühl war es am Mittwochmorgen, als 76 Flüchtlinge, ihre Paten und Betreuer vor dem Wildeshauser Bahnhof standen. Einige der Menschen aus Syrien erleben das erste Mal einen Herbst in Wildeshausen. Gestern fuhren sie mit dem Bus zum Freizeitpark Ostrittrum.

„Es soll ein Geschenk an die Geflüchteten und ihre Paten sein“, berichtet Thorben Kienert, Geschäftsführer der Freiwilligenagentur „MischMIT“ und damit Koordinator der Patenarbeit in Wildeshausen. Die ehrenamtliche Patenbetreuung wurde zusammen mit der Willkommens-Initiative und der Stadt auf die Beine gestellt. Aktuell sind 17 Wildeshauser dabei. „Und keiner ist bislang abgesprungen“, freuen sich Kienert und Kristiane Helter von der Initiative. Das habe viel damit zu tun, dass die Paten sorgfältig auf ihre Tätigkeit vorbereitet und kontinuierlich begleitet würden.

Im vergangenen Jahr hatte die Freiwilligenagentur Spenden gesammelt. Ein Teil ist für Mal- und Schreibutensilien sowie Spielzeug für Kinder ausgegeben worden, die in den Sporthallen lebten. „Jetzt wollen wir aber auch mal etwas bieten, was ganz viel Spaß macht“, so Kienert.

96 Personen von Paten begleitet

Die Ausflügler trafen sich mit den Flüchtlingssozialarbeiterinnen Julia Gundar und Nizmiye Acar. Die beiden Frauen sorgen dafür, dass eine Erstversorgung der Menschen aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan gewährleistet ist. 96 Personen werden derzeit in Wildeshausen von Paten begleitet. Viele von ihnen haben bereits ihren Sprachkurs absolviert und suchen nun nach Praktikumsmöglichkeiten, um irgendwann auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. „Eine Person hat auch schon einen unbefristeten Arbeitsvertrag“, betonte Acar. Für viele Familien, die in der Zeit von November bis Mai nach Wildeshausen gekommen sind, geht es nun darum, aus beengten Wohnverhältnissen auszuziehen. Manche Flüchtlinge warten noch darauf, dass ihre Familie nachziehen kann.

„Wir stellen den Kontakt zur Bevölkerung her“, beschreibt Gundar einen wichtigen Aspekt ihrer Arbeit. Die meisten Kinder seien mittlerweile in Kindergärten oder Schulen untergebracht worden. Doch für die Erwachsenen sei es gar nicht so einfach, ihre Deutschkenntnisse im Alltag anzuwenden.

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