Jahreshauptversammlung des Bürger- und Geschichtsvereins / Buch zum Jubiläum

Evelyn Goosmann zur zweiten Vorsitzenden gewählt

Die beiden Vorsitzenden Bernd Oeljeschläger und Karl-August Kolhoff (oben, von links), die Geehrten Heinz-Joachim Kunz und Manfred Rollié (Mitte, von links) sowie die neue stellvertretende Vorsitzende Evelyn Goosmann (unten links) und ihre Vorgängerin Gerda Lehmensiek. - Foto: Nosthoff

WILDESHAUSEN - Von Anja Nosthoff. Zu seiner neuen stellvertretenden Vorsitzenden hat der Bürger- und Geschichtsverein (BGV) Wildeshausen während seiner Jahreshauptversammlung am Dienstagabend im „Alten Amtshaus“ Evelyn Goosmann gwählt. Ihre Nachfolgerin hatte die auf eigenen Wunsch ausscheidende Stellvertreterin Gerda Lehmensiek selbst vorgeschlagen.

„Gerda ist von Anfang an, seit der Vereinsgründung im Jahr 2001, ein sehr engagiertes Vorstandsmitglied gewesen“, so der Vorsitzende Bernd Oeljeschläger. Er dankte ihr für die 15-jährige gute Zusammenarbeit.

Goosmann komplettiert nun an Lehmensieks Stelle das Team mit den beiden Vorsitzenden Oeljeschläger und Karl-August Kolhoff sowie Manfred Rollié, der weiterhin ebenso wie nun Goosmann, stellvertretender Vorsitzender ist. Das Amt des Schatzmeisters hat Herbert Wappler inne. Als Beisitzer fungieren Marianne Steinkamp, Peter Heinken, Heinz-Joachim Kunz und Ulrike Berg.

Oeljeschläger ehrte jedoch nicht nur die ausscheidende Lehmensiek, die sich für das kommende Jahr als Kassenprüferin zur Verfügung stellte, sondern zeichnete für langjähriges „außerordentliches Engagement“ auch Heinz-Joachim Kunz und Manfred Rollié aus.

Als „Mann im Hintergrund“ sei Kunz manchmal „viel zu leise und bescheiden“ aktiv. Mit leidenschaftlichem Engagement für die Geschichte unterstütze er das Büroteam, das aus Eva-Maria Ameskamp und Cornelia Harms besteht.

Vielfältig und wertvoll sei stets auch das Engagement von Rollié gewesen – ob als Ansprechpartner, Multiplikator oder Sponsor. „Hoffentlich bleibt ihr und eure Arbeit für den Verein uns noch lange weiter so erhalten“, wünschte sich Oeljeschläger.

In seinem Bericht ließ der Vorsitzende die Veranstaltungen aus dem schon etwas zurückliegenden Jahr 2015 Revue passieren. Fünf Vorträge in der Reihe „Geschichte im Rathaus“ hatte der Verein organisiert: Im Januar über die „Wildeshauser Feldpostbriefe 1914-1918“ mit Peter Heinken und 80 Zuhörern, im Februar als „Hommage an das Moor“ mit Willi Rolfes und 60 Zuhörern, im März über den „Neubeginn – 1945 in der Region“ mit Karsten Grashorn und 90 Zuhörern, im April zum Thema „Denkmalpflege, Hausforschung und Monumentendienst im Oldenburger Land“ mit Dr. Michael Schimek, Folker von Hagen, Kerstin Stölken und 50 Zuhörern sowie im November über „Wildeshauser Opfer des NS-Krankenmordes“ mit Dr. Ingo Harms und 70 Zuhörern.

Im Januar hatte außerdem Bürgermeister Jens Kuraschinski das BGV-Büro besucht. Dabei wurde die Vereins- und Archivarbeit präsentiert. Von Juni bis August stellte der BGV im Schaufenster der Buchhandlung „bökers am Markt“ zum Thema „Erster Weltkrieg und Vereins-Kriegs-Chronik 1914-1918“ aus. Mit einem überdimensionalen Memory-Spiel aus lokaler Geschichte präsentierte sich der Verein während des Huntesommers auf der Burgwiese. Am Präsentationsstand zur Veranstaltung „Genuss am Fluss“ und „Tag des offenen Denkmals“ brachte Helga Bürster in der Rolle einer Lohgerberin den Besuchern mit Spannung Geschichte näher.

Zum geplanten Abriss und Neubau von Gebäuden am Marktplatz organisierte der BGV im Dezember eine Informations- und Diskussionsveranstaltung, an der rund 100 interessierte teilnahmen. „Wir haben auch im Vorstand lange kontrovers diskutiert und kamen zum Ergebnis, dass eine Positionierung zu dem Thema nicht Vereinsaufgabe ist, sondern vielmehr die Dokumentation, Bürgerinformation und Bereitstellung eines Austausch-Forums.

Der Archivraum des Vereins im Haus Burgberg wurde Anfang 2015 durch weitere angrenzende Kellerräume erweitert. Der BGV verzeichnete 2015 zwölf Eintritte und sechs Austritte und kam somit zum Ende des Jahres 2015 auf 197 Mitglieder.

Als Ausblick kündigte Oeljeschläger bereits an, dass für das Stadtjubiläum im Jahr 2020 die Herausgabe eines Buches unter dem Titel „100xWildeshausen“ geplant ist, in dem die Geschichte Wildeshausens anhand von 100 Objekten dargestellt werden soll. Damit beschäftigt sich der „Arbeitskreis Geschichtsforschung“.

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