Erneute Forderung, den Wildeshauser Vertreter im Landeselternrat aus dem Gremium auszuschließen

Gewerkschaft kritisiert „Hassparolen“ und „Nazijargon“ bei Pothin

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Christian Pothin am Rande einer Veranstaltung von Olgida.

Wildeshausen - Die Kommission „Courage gegen Rechts“ im Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisiert erneut Christian Pothin aus Wildeshausen, der Mitglied im Landeselternrat (LER) Niedersachsen ist. Dieser habe in den vergangenen Tagen im Internet Hass-parolen verbreitet, „die sprachlich und inhaltlich an übelsten Nazijargon“ erinnern.

„Bezogen auf die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln erklärte Pothin am 9. Januar auf Facebook: ‚Für mich sind das alles Untermenschen, diese feigen Dreckschweine. Die sollen mir mal in die Quere kommen, den hacke (ich) allen die Schwänze ab‘“, kritisiert Ralf Beduhn als Leiter der Kommission „Courage gegen Rechts“ und fährt in einer Mitteilung fort: „Offensichtlich darauf angesprochen, dass der Begriff ‚Untermenschen‘ Nazijargon sei, legte Pothin am 10. Januar wie folgt nach: ‚Für mich sind es Untermenschen (...) Es darf auch keine Diskussion darüber geben, was mit diesen abartigen Untermenschen geschehen soll, ohne wenn und aber müssen diese in der Wüste ausgesetzt werden, ohne Wasser und Brot. (…) Also ich stehe zu dem was ich denke und schreibe. Punkt, Basta und Ende!‘“

Beduhn weiter: „Am 11. Januar variierte Pothin seine Vernichtungsfantasien dann mit folgender Aussage: ‚Für mich haben diese Untermenschen keine Daseinsberechtigung. (…) Mein Vorschlag wäre, mit einem Fallschirm und einem G36-Gewehr ausrüsten und über Syrien abwerfen.‘“

Nach Auffassung der Kommission „Courage gegen Rechts“ stellen die Äußerungen Pothins den Straftatbestand der Volksverhet- zung dar. Entsprechende juristische Schritte seien zu ergreifen, heißt es.

„Wie kann es sein, dass eine derartige Person Mitglied im Landeselternrat, der höchsten Vertretung der Eltern schulpflichtiger Kinder in Niedersachsen, werden konnte?“, fragt Beduhn erneut. Es sei schließlich hinreichend bekannt gewesen, welche Orientierung Pothin habe, da dieser sich schon vorher öffentlich positioniert hatte. Somit könne man auch die Äußerungen des Wildeshausers nicht als Privatmeinung abtun, die nichts mit seiner Funktion im LER zu tun hätten. „Warum hat sich dieser immer noch nicht öffentlich und unmissverständlich von Hassparolen und politischen Aktivitäten Pothins distanziert?“, fragt Beduhn.

dr

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