Neuer Wagen für die DLRG

Einmalig im weiten Umkreis

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DLRG-Vorsitzender Carsten Petermann, stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Sasse und Leiter Einsatz bei der DLRG, Björn Barkemeyer (v.r.), vor dem neuen Fahrzeug.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die DLRG in Wildeshausen ist jetzt mit einem LF-8-Feuerwehrfahrzeug optimal ausgestattet. Auf das neue Motorrettungsboot, das eigentlich am Sonntag getauft werden sollte, müssen die Ehrenamtlichen jedoch noch warten. Der Prototy wird vom Hersteller nach der Feststellung von Konstruktionsfehlern erst später ausgeliefert.

Davon ließen sich die Lebensretter jedoch auf der Herrlichkeit nicht die Laune verderben. Denn schon der Erwerb des Gerätewagens ist ein großer Erfolg und bedeutet eine deutliche Verbesserung für die Arbeit der DLRG.

Das neu in Dienst gestellte Fahrzeug Wasserrettung-Technik-Logistik ist eine Ersatzbeschaffung für den bisherigen Gerätewagen, ein VW-Bus Baujahr 2003. „Bei dem neuen Wagen handelt es sich um ein ausgemustertes Feuerwehrfahrzeug Baujahr 1991 aus dem Raum Hannover, das wir vor einem Jahr bei einer Zollauktion mit einer Leistung von nur 28 000 Kilometern ersteigert haben“, berichtete der Vorsitzende Carsten Petermann.

Monatelang wurde das 7,5 Tonnen-Fahrzeug mit Mercedes-Fahrgestell in Eigenleistung handwerklich versierter Mitglieder auf die Bedürfnisse der DLRG umgerüstet. Die Leitung hatte Björn Barkemeyer, der mehr als 500 Arbeitsstunden der Helfer notierte.

Die knapp 10 000 Euro, die in Fahrzeug, Umbau und Material investiert wurden, hat der Verein aus seinen Rücklagen und völlig ohne Fördermittel finanziert. Lediglich einige Ausrüstungsgegenstände und manches Material wurden gespendet. „Das neue Fahrzeug hat den Vorteil, dass nun alle Einsatzmittel wie beispielsweise Strömungsretter-Ausrüstung, Schlauchboot mit Außenborder oder Greifzug immer an Bord bleiben können“, so Petermann. „Bislang musste wir im Einsatzfall meist unter Zeitdruck entscheiden, welche Ausrüstungsgegenstände mitgenommen und welche zurückgelassen werden. Das alte Fahrzeug war einfach zu klein, um alles zum Einsatzort mitzuführen.“

Ein weiterer Vorteil sei es, dass mehr Helfer mitgenommen werden können. Der neue Gerätewagen bietet neun Personen Platz. Außerdem versetzt ein Stromaggregat die DLRG-Retter künftig in die Lage, den Einsatzort bei Dunkelheit mit Lampen auszuleuchten. „Ein vergleichbares Fahrzeug ist weder im Landkreis Oldenburg noch in der weiteren Umgebung bei einer DLRG-Ortsgruppe zu finden“, so Petermann stolz.

Im vergangenen Jahr hatten die Lebensretter vier Notfalleinsätze. Auch im laufenden Jahr wurden bereits vier Einsätze gefahren. Der alte VW-Bus kann nun verkauft werden. Als zusätzliches Fahrzeug, verfügt die DLRG über einen weiteren VW-Bus als Mannschaftstransportwagen.

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