Drei junge Spanier lernen in Wildeshausen Deutschland und den Winter kennen

Schnee und Mantel statt Strand und T-Shirt

Marta Fernandez Poch, Lucía Gil Dorta, Alejandro Rivero Reyes und Alba Ramos Ronda aus Spanien (v.l.) erleben in Wildeshausen den deutschen Schulalltag. Begleitet werden sie dabei von Ina Franz (rechts) und Irene Lückert (nicht im Bild).
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Marta Fernandez Poch, Lucía Gil Dorta, Alejandro Rivero Reyes und Alba Ramos Ronda aus Spanien (v.l.) erleben in Wildeshausen den deutschen Schulalltag. Begleitet werden sie dabei von Ina Franz (rechts) und Irene Lückert (nicht im Bild).

Wildeshausen - Von Sophie Filipiak. Als Alba Ramos Ronda, Alejandro Rivero Reyes und Lucía Gil Dorta am Sonnabend den Bremer Flughafen verlassen hatten, war es für die drei spanischen Jugendlichen kein Kultur-, sondern vielmehr ein Kälteschock. „Bei uns auf Gran Canaria können wir uns nicht vorstellen, dass es Temperaturen unter null Grad Celsius gibt“, erklärte Alba.

Die drei jungen Spanier, die eigentlich die Instituto de Educación Secundaria Ies Pérez Galdós in Las Palmas de Gran Canarias besuchen, sind Teilnehmer beim Erasmus-Programm ihrer Schule – zusammen mit dem Gymnasium Wildeshausen. Sie tauschen mit drei deutschen Schülern die Familien und verbringen drei Monate in der Kreisstadt.

Am Montag hatten die 16-Jährigen ihren ersten Schultag. Begleitet wurden sie dabei von den beiden Spanisch-Lehrerinnen Irene Lückert und Ina Franz sowie Marta Fernandez Poch, die aus Spanien mit angereist ist.

Begeistert zeigten sich die Jugendlichen von der guten Ausstattung des Gymnasiums. „In Spanien steckt die Regierung viel weniger Geld in die Schulen als in Deutschland“, erläuterte Fernandez Poch. „Hier ist es wirklich ruhig auf den Fluren“, fügte Lucía hinzu. Sie traue sich nur zu flüstern, wenn sie im Gebäude unterwegs sei. In ihrer Schule gehe es da schon sehr viel lauter zu.

Auch der Umgang zwischen Lehrern und Schülern sei auf Grand Canaria sehr viel anders als in Wildeshausen. Die Pädagogen würden von den Kindern und Jugendlichen generell mit ihren Vornamen angesprochen, manchmal sogar mit einem Kosenamen.

Wie ihr erster Eindruck von Deutschland war? „Sehr kalt“, waren sich die drei einig. Im Vorfeld haben die Spanier einen zweiwöchigen Deutschkurs belegt und sich mit passender Winterkleidung ausgestattet. Im subtropischen Klima auf Gran Canaria herrschen selbst im Winter noch Temperaturen um die 25 Grad Celsius. „Es war sehr schwer, Wintermäntel, Schals und Handschuhe in den Geschäften zu bekommen“, so Lucía.

Eine Kostprobe der deutschen Küche haben Alba und ihre zwei Mitschülern auch schon erhalten. In der Gastfamilie von Lucía gab es Hackbraten. „Und ich habe auch schon Glühwein probiert“, verriet sie. „Sehr lecker.“

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