Wildeshauser Unternehmen „micro Plan“ hat sich Netzwerken verschrieben

Clouds sind stark im Kommen

Sven Bramkamp (links) und Wladimir Keim sind mit der Fernwartung beschäftigt. - Fotos: Dejo

WILDESHAUSEN -  Zu sehen und zu hören ist nicht viel – Mitarbeiter sitzen an ihren Computern mit großen Bildschirmen, und der Chef telefoniert mit Kunden. So oder ähnlich sieht der Arbeitsalltag im Wildeshauser Unternehmen „micro Plan – ms-Datensysteme“ an der Visbeker Straße aus. Allerdings wird auch außer Haus gearbeitet. Nämlich dann, wenn es heißt, Server und Netzwerke einzurichten oder wieder zum Laufen zu bringen.

Denn genau diesem IT-Bereich hat sich das Unternehmen, das bereits seit 1999 in der Kreisstadt besteht, verschrieben. „Wir arbeiten unter anderem sehr viel für Steuerbüros. Das ist eines unserer Kerngeschäfte“, erzählen die Geschäftsführer und Eheleute Michaela und Frank Schmidt. So arbeite die Firma mit dem Rechenzentrum „DATEV“ in Nürnberg zusammen, das die spezielle Software für die Steuerbüros schreibt: „Mit diesen Programmen richten wir dann die Netzwerke in den Büros ein. Und zwar so, dass jeder damit arbeiten kann.“ Dazu gehörten auch Schulungen für die Mitarbeiter: „Gerade dieser Bereich wird immer größer.“

Zunächst stehe bei Neueinrichtungen jedoch die Bedarfsanalyse auf dem Programm. So müsse festgestellt werden, was in welchem Umfang benötigt wird. „Dann müssen wir alles vernetzen. Die Server nehmen wir ausschließlich von ,HP‘. Es ist wichtig, gute Geräte zu verbauen. Wir werden stets daran gemessen, wie sicher die Server laufen“, so Frank Schmidt. Es könne sich kein Unternehmen erlauben, dass der Server oder das Netzwerk für mehrere Tage nicht arbeiten.“ Verbaut würde in der Regel auch für große Unternehmen nur noch ein physischer Server, auf dem dann mehrere virtuelle Server eingerichtet werden: „Dadurch sind die Folgekosten deutlich geringer. Ein PC kann dann ruhig alt sein, weil der Nutzer ohnehin auf dem virtuellen Server arbeitet.“

Komme es jedoch einmal zu einem Ausfall, dann müsse sehr schnell reagiert werden, um alles wieder zum Laufen zu bringen. „Da geht der Blutdruck dann doch schon mal etwas nach oben. Entweder wir fahren in die Unternehmen, oder unsere Mitarbeiter warten die Anlagen von hier aus“, betont der Firmenchef und zeigt auf Sven Bramkamp und Wladimir Keim.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei die korrekte Datensicherung. Leider gebe es immer wieder Kunden, die nicht einmal prüfen, ob diese noch funktioniert. „Oft ist dann guter Rat teuer, wenn ein Großteil der Daten verschwunden ist“, so Schmidt. Genau aus diesem Grund setze sein Unternehmen auf die doppelte Lösung: „Das heißt, dass wir die Datensicherung mit zwei verschiedenen Software-Varianten vornehmen lassen, sodass auch wirklich alles sicher ist.“ Diesen Tipp gebe er auch allen Privat-Nutzern: „Jeder sollte regelmäßig eine Datensicherung vornehmen, um stets auf der sicheren Seite zu sein.“

Stark im Kommen seien die Clouds. „Auch auf diesem Gebiet bieten wir alles an und richten es ein. Eine Cloud bietet die Möglichkeit, von überall und von jedem Rechner auf die eigenen Daten zuzugreifen“, so Schmidt. Und genau das möchten die Unternehmer: „Sie wollen flexibel sein und stets einen Zugriff haben.“ Allerdings sei in der Region die Inhouse-Cloud-Lösung angebracht und nicht auf einem Server in einem Rechenzentrum: „Das allein aus dem Grund, weil wir hier zum Teil wirklich sehr schlechte Internetverbindungen haben, mit denen sich einige Unternehmer herumschlagen müssen.“

Es könne einfach nicht sein, dass teils nur 16 000-Kilobit-Leitungen ausgelobt werden, von denen dann nur 6 000 oder gar 3 000 Kilobit ankommen. „Damit kann kein Unternehmen etwas anfangen. Der Standard sollte schon zwischen 300 und 500 Megabit liegen“, so Schmidt. Im vierten Quartal 2014 habe Deutschland in puncto schneller Netzversorgung nur auf Platz 29 gelegen: „Den erste Platz hat damals Südkorea belegt.“

Von Joachim Decker

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