Landkreis-Stiftung verteilt 1 500 Exemplare an allen Grundschulen

Buch soll Erstklässlern Natur nahe bringen

Autor Uwe Klindworth präsentierte das Buch mit Bernd Lögering, Gert Weidenhöfer und Michael Feiner (alle Naturschutzstifung) und Landrat Carsten Harings (von links). - Foto: bor

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Die Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg schenkt jedem Erstklässler ein Buch über heimische Baum- und Pflanzenarten, um das Wissen der sechs- bis siebenjährigen Kinder über die Natur zu erweitern.

1 500 Exemplare des eigens dafür gestalteten Werks wurden an die Grundschulen verteilt. Das Buch trägt den Titel „Im Wald und auf den Feldern im Oldenburger Land“ und will Wissen über die wichtigsten Nutzbäume, Kulturpflanzen und Bodenschätze im Landkreis vermitteln.

Autor des Werks ist der Wildeshauser Uwe Klindworth, der selbst einen Wald im Glaner Eck besitzt. Er hat die Abbildungen nach Vorbildern aus der Natur gestaltet. Die Idee stammt allerdings von Michal Feiner, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, der „mich so lange genervt hat, bis ich mich hingesetzt und alles gezeichnet habe“, sagte der Autor mit einem Lächeln während der Vorstellung des Buchs am Donnerstag. Einen Monat habe es gedauert, alles zu Papier zu bringen.

Mit Landrat Carsten Harings fand das Duo einen Unterstützer, der genau wie Verleger Florian Isensee voll hinter dem Buch steht. Das tun offenbar auch viele Spender, denn die Druckkosten wurden komplett durch deren Großzügigkeit finanziert. Es geht um rund 6 000 Euro.

In kindgerechten Zeichnungen vermittelt das Buch zum Beispiel, welche Früchte zu welchem Baum gehören. Mit einem Quiz, bei dem so manch naturferner Erwachsene in arge Schwierigkeiten kommt, können die Schüler ihr Wissen prüfen. Auch die Passagen, in denen der heimische Torf- und Sandabbau inklusive Landkreis-Übersichtskarte geschildert wird, bieten einen Mehrwert, der sich nicht nur auf Grundschulkinder beschränkt.

Allerdings soll das Werk ausdrücklich kein Biologiebuch sein. So sind nur Pflanzen vertreten, die im Landkreis heimisch sind oder lange Zeit bestimmend waren. Auch die „Oldenburger Palme“ fehlt nicht. Hingegen suchen Leser eine Tanne vergebens, da ihr Vorkommen in den Nutzwäldern des Landkreises zu gering ist.

Auch für die folgenden Jahre plant die Stiftung die Verteilung der Bücher – dann von neuen Auflagen. Hierfür braucht es allerdings noch weitere Spender. Infos dazu gibt es unter Tel. 04431/85346 und im Internet (www.naturschutzstiftung-oldenburg.de). Das Werk ist für 14,90 Euro auch im Handel erhältlich.

ISBN 978-3-7308-1294-5

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