Kultureller Austausch im Jott-Zett

Von Brötchen bis Baklava: Frauenfrühstück international

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Mehr als 50 Frauen kamen für ein Kennenlernen ohne Männer ins Jugendzentrum. 

Wildeshausen - Von Phillip Petzold. „Es ist eine tolle Möglichkeit, um auch mal mit Migrantinnen und Flüchtlingen in Kontakt zu kommen“, freute sich Alexandra von Brackel beim internationalen Frauenfrühstück am Mittwoch im Jugendzentrum Wildeshausen. Mehr als 50 Frauen verschiedenster Herkunft hatten sich dazu angekündigt.

Von Brackel kam mit zwei Freundinnen und Nachwuchs zum Frühstück. „Für Kleinkinder ist das auch toll“, stimmte Kathrin Brengelmann zu. „Die kennen ja so etwas wie Vorurteile gar nicht und haben in dem Alter auch keine Sprachbarrieren.“ Erfahren haben die drei Frauen von der Veranstaltung aus der Presse. „Das hat sich dann unter den Müttern wie ein Lauffeuer verbreitet“, berichtete von Brackel.

Auf Fleisch wurde bei dem Frühstück weitgehend verzichtet. Dadurch sollten Irritationen bei der Kennzeichnung vermieden werden. Doch auch so bot das Büfett eine reiche Auswahl. Und die war nötig – es hatten sich so viele Frauen angekündigt, dass in zwei Gruppen gefrühstückt werden musste.

„Es sind unter anderem Frauen aus Deutschland, Bulgarien, Syrien und der Türkei dabei“, berichtete Imke Schmidt, Geschäftsführerin des Präventionsrates und Mitorganisatorin der interkulturellen Woche in Wildeshausen. „Wir bieten das Frühstück jährlich an, und es wird sehr gut angenommen. Ich habe sogar das Gefühl, es steigt“, freute sich Schmidt.

Das Büfett bot neben deutschen Frühstücksklassikern internationale Leckereien.

Deutschlehrerin Irene Gerding brachte zehn Teilnehmerinnen ihres Sprachkurses an der Volkshochschule mit ins Jott-Zett: „Es ist ein sehr angenehmer Austausch und eine schöne Gelegenheit, mit den Frauen über andere Themen zu reden und eine andere Perspektive einzunehmen“, sagte Gerding. „Das ist wirklich eine Bereicherung.“ Die männlichen Schüler hatten eine Zusatzaufgabe bekommen und mussten büffeln, während sich ihre Mitschülerinnen an Brötchen, Käse, Gemüsepasten und Baklava labten.

Auch Miroslava Valkova aus Bulgarien freute sich über die Gelegenheit, mit anderen Frauen in Kontakt zu kommen. „Es ist sehr schön, auch mal ohne Männer etwas zu machen. In Bulgarien sind die immer dabei“, erzählte Valkova, die seit etwa einem Jahr in Wildeshausen lebt und derzeit einen Integrationskurs an der VHS besucht.

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