Grüne verlieren zwei Sitze, dafür ist die Piratenpartei mit Uwe Bock dabei

CDU bleibt stärkste Fraktion im Wildeshauser Stadtrat

Gespanntes Warten auf die Ergebnisse in Wildeshausen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Viele neue Köpfe werden nach der Wahl zum Stadtrat in Wildeshausen vertreten sein, denn es setzten sich einige Kandidaten für ihre Parteien über die Personenwahl durch. Die Mehrheitsverhältnisse haben sich hingegen kaum geändert. Die CDU behält zehn Sitze, die SPD bleibt bei neun Sitzen, die UWG hat sechs Ratsmandate. Größter Verlierer sind die Grünen, die zwei Sitze verloren und nun nur noch mit zwei Vertretern im Rat sind.

Auch die FDP kann sich über zwei Sitze freuen und bleibt damit konstant. Für die Liberalen zogen Marko Bahr über die Personenwahl und Christa Meenken über die Liste ein. Als Überraschung kann gelten, dass mit Uwe Bock erstmals ein Pirat im Stadtrat sitzt. Karl Schulze Temming-Hanhoff zog als Einzelbewerber ein, während Helmut Müller als zweiter Einzelbewerber nicht genügend Stimmen sammeln konnte.

Das Ergebnis kam durchaus überraschend, da die Kommunale Datenverarbeitung in ihren Vergleichen zur Wahl vor fünf Jahren deutliche Verluste für die CDU und die FDP auswies, während danach die UWG deutlich mehr Stimmen sammelte. So sahen es auch die vielen Wildeshauser, die im Stadthaus die Präsentation verfolgten oder im Internet die eingehenden Ergebnisse abfragen. Angesichts der Vergleichsdaten der Kommunalen Datenverarbeitung fielen zunächst auch die Kommentare aus. 

Evelyn Goosmann und Thomas Harms (SPD) fanden den Verlust an Stimmen für ihre Partei sehr tragisch und bewerteten das Ergebnis der UWG als „schockierend“. „Wir haben ehrliche Politik gemacht“, so Goosmann. „Dafür wurden wir abgestraft.“ Schließlich zeigte sich aber, dass doch neun Sitze für die SPD blieben, obwohl das Ergebnis mit 27,61 Prozent schlechter war als bei der Wahl im Jahr 2011. Neu dabei sind Hedwig Jüchter und Matthias Kluck, der als jüngster Kandidat mit 746 Stimmen besonders erfolgreich war.

Wolfgang Sasse (CDU) konnte sich darüber freuen, dass seine Fraktion (30,7 Prozent) weiterhin über zehn Personen verfügt. Neu dabei sind unter anderem Sonja Plate, Jens-Peter Hennken, der vor zwei Jahren als Bürgermeister-Kandidat angetreten war, Gudrun Brockmeyer und Mence Acar. „Wir werden nicht mit der UWG zusammenarbeiten“, kündigte Sasse schon kurz nach der Wahl an. 

Bei den Unabhängigen gibt es ebenfalls ein neues Ratsmitglied. So zog Corinna Riedel-Seebacher in das Gremium ein. Die Unabhängigen werteten ihr Ergebnis (20,05 Prozent) als Bestätigung ihrer Arbeit in den vergangenen fünf Jahren. „Die Bürger wollen, dass sie einbezogen werden“, so Wolfgang Däubler. „Es darf nicht alles von oben entschieden werden. Dafür werden wir auch in Zukunft sorgen.“

Die Grünen müssen mit 6,86 Prozent der Stimmen nun mit der Hälfte der Kandidaten vorlieb nehmen. Mit dabei sind Manfred Rebensburg, der schon vorher im Rat war, und Klaus Schultze, der auf Platz eins über die Liste einzog. Während Kreszentia Flauger wie in den Vorjahren weiter die Linke (3,55 Prozent) vertritt, ist Uwe Bock von den Piraten ganz neu dabei und möchte „frischen Wind“ in den Rat bringen. Er ist damit ebenfalls Einzelkämpfer.

+ Ergebnis Stadtrat Wildeshausen

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