Atlas Weyhausen erhält Wildeshauser Wirtschaftspreis „ganz für umsonst“

Mit Radladern an die nationale Spitze gefahren

Bei der Preisverleihung: Ingo Hermes, Carsten Harings, Klaus Brunkhorst, Helmut Lorch, Jens Kuraschinski und Manfred Wulf (v.l.)
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Bei der Preisverleihung: Ingo Hermes, Carsten Harings, Klaus Brunkhorst, Helmut Lorch, Jens Kuraschinski und Manfred Wulf (v.l.)

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Als Helmut Lorch, Geschäftsführer von Atlas Weyhausen und gebürtiger Schwabe, die Nachricht erhielt, dass sein Unternehmen den Wildeshauser Wirtschaftspreis erhält, war seine erste Reaktion: „Schöne Sache. Kostet uns das was?“ – Im Gegenteil, seit gestern Abend gehört die Traditionsfirma zu den besonders geehrten Wildeshauser Mittelständlern und kann von dem guten Ruf profitieren.

Zu den Favoriten für die Auszeichnung gehörte das Unternehmen, das 1970 von Dr. Friedrich Weyhausen gegründet wurde und vergangenes Jahr mit dem „Red Dot Award“ die größte und international renommierteste Auszeichnung im Design-Bereich erhielt, schon seit langem. Schließlich ist die Firma mit über 200 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Wildeshausen, bildet intensiv aus, behauptet sich international gegen Großkonzerne und baut den Standort in der Kreisstadt kontinuierlich aus.

„Mit Atlas Weyhausen als Preisträger wird ein Botschafter Wildeshausens in der Welt geehrt“, lobte Landrat Carsten Harings gestern Abend als Laudator die Geschäftsführer Lorch und Klaus Brunkhorst, die sich sichtlich über die Auszeichnung freuten.

„Kompakte Radlader und Verdichtungswalzen gehen von Wildeshausen seit einiger Zeit vorwiegend unter dem Markennamen Atlas Weycor in die ganze Welt. Seit 1970 wurden über 40000 Maschinen hergestellt“, so Harings weiter. Auf dem deutschen Markt verteidige Atlas Weyhausen unter 15 Mitbewerbern seit Jahren beim Absatz den dritten Platz. „Sich auf einem solchen Markt zu behaupten, bedeutet für ein mittelständisches Unternehmen ständige Innovationsbereitschaft“, betonte der Landrat. Mit der konsequenten Anwendung der Abgasvorschrift sei man dem Wettbewerb um mindestens ein Jahr voraus. Demnächst werde die Firma ein patentiertes Start-Stopp-System auf den Markt bringen.

Gleichzeitig, so Harings, sei das Unternehmen bekannt für sparsames Wirtschaften. In der Schublade des Firmengründers liege noch immer ein roter Bleistiftstummel. Friedrich Weyhausen habe den Stift so lange benutzt, bis praktisch nichts mehr davon übrig geblieben sei. „Das ist ein Vermächtnis des Gründers“, erklärte der Landrat. „Soziale Verantwortung, geschäftlicher Idealismus, kompromissloser Glaube an Produkte, Mitarbeiter und Qualität sowie die Unveräußerlichkeit des Unternehmens sind dessen Kern.“

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