22-jähriger soll seine Frau niedergestochen haben

Anklage nach Messerattacke in Ahlhorn

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Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Anklage gegen einen 22-jährigen Iraker erhoben, der am 28. November in Ahlhorn seine damals 19-jährige Frau schwer mit einem Messer verletzt haben soll.

Ahlhorn - Von Dierk Rohdenburg. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Anklage gegen einen 22-jährigen Iraker erhoben, der am 28. November in Ahlhorn seine damals 19-jährige Frau schwer mit einem Messer verletzt haben soll. Das bestätige Staatsanwältin Ute Siebert auf Nachfrage. „Wir gehen von versuchtem Mord in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung aus“, sagte sie am Mittwoch.

Die Verhandlung vor der Schwurgerichtskammer des Oldenburger Landgerichts sei aber noch nicht terminiert. Die Tat hatte den Ort schwer erschüttert. Zu dem Gewaltverbrechen war es um 17 Uhr im Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses an der Mozartstraße gekommen. Dort war die Feuerwehr Ahlhorn zu einer Türöffnung gerufen worden und entdeckte im Eingangsbereich die schwerst durch Messerstiche verletzte Frau.

Laut Zeugenaussagen konnte das Opfer vor Ort reanimiert und dann ins Krankenhaus gebracht werden, wo die Ärzte um sein Leben kämpften. Laut Staatsanwaltschaft muss die junge Frau auch drei Monate nach der Tat noch immer intensivmedizinisch betreut werden.

Ein Zeuge, der zufällig mit dem Fahrrad auf der Mozartstraße unterwegs war, berichtete damals von einem schwarzen Fluchtfahrzeug, das ihm mit hoher Geschwindigkeit entgegen kam und auf ihn zuhielt. Er habe sich nur mit einem Sprung in Sicherheit bringen können, so der Mann. Die Spurensicherung war mehrere Stunden im Haus tätig und sicherte diverse Gegenstände. Unterdessen waren die Beamten mit Fahndungsfotos im Ort unterwegs. Die Spur führte nach Bremen, wo der damals 21-jährige mutmaßliche Täter am Tag nach der Attacke um vier Uhr festgenommen wurde.

Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Angeklagter und Opfer stammen beide aus dem Irak und kamen als Flüchtlinge nach Deutschland. Die beiden hatten in ihrer Heimat geheiratet. Der Staatsanwaltschaft liegen jedoch keine Hinweise darauf vor, dass die Hochzeit „arrangiert“ wurde, so Siebert zu anders lautenden Berichten. Es gibt auch keine Erkenntnisse darüber, ob die beiden Eheleute getrennt gelebt hatten. Somit sprechen die Ermittler von einer „Beziehungstat“. Unklar war nach der Tat auch, wie alt die junge Frau war. Sie hatte eine achte Schulklasse in Ahlhorn besucht und sich offenbar jünger gemacht, obwohl sie damals bereits 19 Jahre alt war.

Polizei ermittelt nach Verbrechen in Ahlhorn

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