Abriss und Neubau wohl im nächsten Jahr

Aldi plant keinen Verkauf im Zelt

So könnte die neue Aldi-Filiale aussehen.

Wildeshausen - Die Pläne des Discounters Aldi, im kommenden Jahr den bestehenden Markt an der Harpstedter Straße in Wildeshausen abzureißen und durch eine moderne Verkaufsstätte zu ersetzen, können bald verwirklicht werden.

Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt empfahl in seiner Sitzung am Donnerstag, den Flächennutzungsplan zu ändern und einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen.

Die grundsätzliche Frage, ob Aldi seine Verkaufsfläche von 800 auf 1.200 Quadratmeter erweitern darf, musste dabei nicht mehr diskutiert werden, da der Stadtrat bereits im vergangenen Jahr vier Einzelhandelsunternehmen zugestanden hatte, die Fläche zu vergrößern, um attraktiv zu bleiben. Nicht davon betroffen ist der benachbarte Netto-Markt.

Wie bereits berichtet, war Aldi zu dem Schluss gekommen, dass es sinnvoller ist, den alten Markt abzureißen, weil es mittlerweile ein ganz neues Ladenkonzept gibt, das unter anderem das rote Schrägdach gar nicht mehr vorsieht. Nun sollen die Schaufensterfronten bis auf den Boden reichen. Die Märkte sollen deutlich mehr Licht von oben bekommen, zudem werden die Gänge breiter.

Das neue Gebäude wird den Plänen zufolge zur Harpstedter Straße hin erweitert. Die Zone für die Einkaufswagen muss aus Lärmschutzgründen eingehaust werden. Zudem fallen in dem Bereich einige Stellplätze für Kraftfahrzeuge weg. Die Anlieferzone bleibt voraussichtlich gleich, und auch die Zufahrten sollen grundsätzlich nicht verändert werden.

Auf die Frage von Bürgermeister Jens Kuraschinski, ob möglicherweise während der etwa fünfmonatigen Umbauzeit ein Zeltverkauf geplant sei, erklärte Longinus Zenker, Prokurist von Aldi, dass dafür wohl die Platzverhältnisse nicht ausreichen. In Weyhe habe man das sehr erfolgreich realisieren können. „Doch hier bietet das Grundstück keine Fläche für ein Zelt“, so Zenker. „Auch in der Nachbarschaft findet sich kein derartiges Areal.“ Zudem seien die Zelte gar nicht so leicht zu bekommen.

Zenker empfiehlt deshalb den Kunden für die Übergangszeit, den Markt an der Dr.-Dürr-Straße zu nutzen. Dieser ist allerdings recht beengt, und Aldi müsste dort wohl noch den Mietvertrag verlängern, der im kommenden Jahr ausläuft. Wie bereits berichtet, würde Aldi im Stadtwesten gerne an den Westring ziehen.

Dafür gibt es derzeit allerdings keine Flächen im Bebauungsplan – auch dann nicht, wenn der Flächennutzungsplan, wie gestern vom Ausschuss empfohlen, dort weiträumigen Einzelhandel vorsehen wird.

dr

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