Landkreis Oldenburg reagiert auf Vogelgrippe 

Acht Millionen Stück Geflügel müssen im Stall bleiben

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Auch Enten müssen zukünftig im Stall gehalten werden.

Wildeshausen - Nun gilt auch im Landkreis Oldenburg aufgrund der Geflügelpest absolute Stallpflicht für Hühner, Puten, Gänse, Rebhühner, Fasane, Wachteln, Perlhühner, Laufvögel und Enten. Das teilte Landrat Carsten Harings am Freitag im Amtsblatt mit. Damit ist im Kreisgebiet des Landkreises Oldenburg gehaltenes Geflügel ab sofort bis zum 31. Januar ausschließlich in geschlossenen Ställen zu halten. Alternativ muss eine Vorrichtung vorhanden sein, die nach oben und an der Seite gegen das Eindringen und Einträge von Wildvögeln gesichert ist.

Als Grund nennt die Kreisverwaltung, dass am 8. November mehrere Infektionen von Wildvögeln mit hochpathogener Aviärer Influenza vom Subtyp H5N8 im Kreis Plön in Schleswig-Holstein festgestellt wurden. Weiterhin seien am 9. November mehrere Infektionen von WildvögeIn in Konstanz am Bodensee in Baden-Württemberg aufgetreten. In den vorherigen Tagen wurden diese Viren bereits bei Hausgeflügel und Wasservögeln in Ungarn, Kroatien und in Polen, nahe der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern, nachgewiesen.

„Eine Verbreitung des Influenzavirus von H5N8 ist daher wahrscheinlich“, heißt es in der Verordnung. Die Schutzmaßnahme basiert auf der in der Geflügelpest-Verordnung genannten Risikobewertung. Dort wird zugrunde gelegt, dass der Landkreis einerseits Durchzugsgebiet für wildlebende Wat- und Wasservögel ist und andererseits eine hohe Wirtschaftsgeflügeldichte aufweist. Durch die örtlichen Gegebenheiten mit mehreren stehenden und fließenden Gewässern einschließlich der Nähe zur Nordsee dient der Landkreis Oldenburg einer Vielzahl wildlebender Wat- und Wasservögel als Durchzugsgebiet. „Des Weiteren finden Zugvögel im Kreisgebiet ideale Voraussetzungen, unter anderem am Verlauf der Hunte und der Delme, um zu rasten. Bei der hochpathogenen aviären Influenza handelt es sich um eine nzeigepflichtige Viruserkrankung des Geflügels und anderer Vogelarten, die schnell epidemische Ausmaße annimmt.“ Hohe Tierverluste und enorme wirtschaftliche Schäden für die heimischen Tierhalter und fleischverarbeitende Unternehmen seien die Folgen.

Im Landkreis Oldenburg werden zur Zeit mehr als acht Millionen Stück Geflügel gehalten. Die Maßnahme dient dem Schutz der Bestände. Es ist nach Angaben der Kreisverwaltung zu befürchten, dass es zu einer Einschleppung in die Nutztierbestände kommt. „Die Maßnahme dient dem Schutz sehr hoher Rechtsgüter. Die Gefahr der Weiterverbreitung der Seuche und der damit verbundene wirtschaftliche Schaden sind höher einzuschätzen als persönliche Interessen an der aufschiebenden Wirkung als Folge eines eingelegten Rechtsbehelfs. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Anordnung der Aufstallung des Geflügels eine milde Maßnahme darstellt, die insbesondere auch dabei helfen soll, dass der Eintrag des Virus über Wildvögel in den Bestand auch im Interesse des jeweiligen Geflügelhalters verhindert wird“, heißt es vom Landkreis.

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