Autor aus Achternmeer veröffentlicht Buch über Sagen aus dem norddeutschen Raum

Fast-Food-Literatur mit derbem Wortwitz

Lars Kramer hat zwei Bücher über Sagen geschrieben. - Foto: bor

Achternmeer - Autor Lars Kramer aus Achternmeer (Gemeinde Wardenburg) hat Sagen aus dem norddeutschen Raum gesammelt, sie mit Wortwitz und manchmal auch derber Sprache aufgepeppt sowie in Reimform gebracht. In ironischen oder satirischen Versen nimmt Kramer den ursprünglichen Inhalt der Geschichten, aber manchmal auch die heutige Gesellschaft ins Visier. Sein Buch „Is´ ja sagenhaft 2“ ist seit Kurzem auf dem Markt. Es ist in kleiner Auflage bei einem Leipziger Verlag erschienen und wird je nach Bedarf nachgedruckt. Im Interview berichtet der 36-jährige Krankenpfleger etwas über sich und sein Werk.

Wie sind die Sagen-Bücher einzuordnen?

Kramer: Sie sind Fast-Food-Literatur. Die Bücher lesen sich schnell weg, eignen sich gut als kleine Mitbringsel, zum Vortragen und gelegentlich ein bisschen schmökern.

Warum beschäftigen Sie sich mit Sagen?

Ich wollte ein festes Thema und etwas zur Heimat machen. Irgendwie bin ich dabei auf Sagen gekommen.

Wie haben Sie das Material gefunden?

Ich habe im Internet und in Büchern recherchiert. Dabei habe ich Geschichten gesucht, die ein satirisches Potenzial haben und die ich modernisieren kann.

Sind die Orte, an denen die Sagen spielen, willkürlich gewählt?

Nein, oft habe ich mit ihnen persönlich etwas zu tun. Zum Beispiel mit Rügen, wo ich aufgewachsen bin.

Wann schreiben Sie gern?

Ich arbeite in einem Bremer Krankenhaus. Wenn die Nachtdienste ruhig sind, greife ich zum Stift.

Dabei steht die Tätigkeit als Autor ja im Kontrast zu Ihrem Job als Krankenpfleger.

Die Kreativität ist ganz wichtig als Ausgleich. Der Berufsalltag ist anstrengend, und mein Hobby bedeutet auch Ruhe.

Warum schreiben Sie?

Ich will damit kein Geld verdienen. Es ist ein Hobby. Das, was überbleibt, spende ich für das Kinderhospiz Sternbrücke in Hamburg.

Wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?

Schon in Teenagerzeiten. Es war ein Traum von mir, mal ein eigenes Buch rauszubringen.

Und warum die Vers-Form?

Ich kann das einfach am besten. Es ist natürlich kein Vergleich zu einem Roman, aber es fällt mir leichter. Wenn ich einen geilen Reim finde, dann freue ich mich schon sehr.

Wie sieht es mit Teil drei aus?

Der ist noch nur in meinem Kopf. Der Norden ist ja echt noch nicht auserzählt. Aber es gibt nichts Konkretes. - bor

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