Kontrahenten stehen vor dem Schöffengericht

Verletzungen nach Kneipenbesuch

Symbolbild: dpa

Wildeshausen - Es gab Unstimmigkeiten am 24. Januar um 2.30 Uhr in einer Gaststätte an der Kleinen Straße in Wildeshausen. Soweit waren sich alle Beteiligten einig. Doch woher die massiven Prellungen, die später im Krankenhaus Johanneum diagnostiziert wurden, bei einem Wildeshauser Paar kamen, das ließ sich am Montag vor dem Schöffengericht am Amtsgericht nicht klären. Somit sprach die Richterin am Ende eine 27-jährige Frau und einen 28-jährigen Mann aus Harpstedt aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung und des Raubes frei.

Eine 31-jährige Wildeshauserin hatte als mutmaßliches Opfer geschildert, dass sie mit ihrem 49-jährigen Lebensgefährten gegen 23 Uhr das Lokal besucht hatte. Dort habe sie sich mit einer Bekannten lange und sehr gut unterhalten. Als deren Partner mit Freunden in die Gaststätte gekommen sei, sei die Stimmung aus unerklärlichen Gründen umgeschlagen. Man habe sich angeschrien und wohl auch beleidigt. Schließlich sei ihr Partner aus dem Lokal geschubst und auf der Straße getreten worden. „Ich habe mich gewehrt und bin dann nach draußen“, so die Frau. Dort sei ihre vorherige Gesprächspartnerin von der Seite auf sie zugesprungen und habe sie geschubst. „Ich bin mit dem Kopf gegen einen Steinpoller geprallt. Sie trat mich und riss mir meine Kette vom Hals“, berichtete die 31-Jährige.

Die Angeklagten wollten sich zu dem Vorfall nicht äußern. Dazu war aber der 45-jährige Ehemann der Angeklagten aus Harpstedt bereit. Seine Schilderungen deckten sich mit einer Zeugenaussage eines weiteren damals Anwesenden bei der Polizei. Danach war er mit seiner Clique später in die Kneipe gekommen und hatte sich an einen Tisch gesetzt. Auch seine Frau sei von der Theke aus dazugestoßen. Eskaliert sei die Situation, als die 31-Jährige herumgelästert habe. „Die war extrem betrunken“, so der Mann zur Richterin. „Sie hat etwas von asozialem Pack geredet und dann gegen einen Stuhl getreten.“ Das wiederum soll zur Folge gehabt haben, dass die vor Kurzem operierte Frau des Angeklagten vor Schmerzen aufgeschrien hatte.

„Wir haben die beiden Betrunkenen auf Veranlassung des Wirtes nach draußen gedrängt und die Tür zugemacht“, schilderte der Harpstedter. Seine Frau sei dann aber noch mal nach draußen gegangen, um mit der Wildeshauserin zu reden. Dabei sei es wohl wegen Beleidigungen zum Streit gekommen. Von Faustschlägen oder einer gestohlenen Kette wollte der Zeuge nichts wissen.

Die Verletzungen konnten sich die Zeugen nur so erklären, dass die „dermaßen betrunkenen“ Wildeshauser selbst mehrmals hingefallen waren. „Der Mann lag eh schon auf dem Boden und konnte kaum mehr aufstehen“, schilderte der Ehemann der Angeklagten die Situation.

So stand Aussage gegen Aussage. Es blieb damit nur eine Entscheidung, die nach dem Motto „im Zweifel für die Angeklagten“ ausfiel. - dr

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