Bei einem Förderantrag müsste Wildeshausen eine Million Euro zusagen

Urgeschichtliches Zentrum nur mit Geld der Stadt

Wildeshausen - Seit Jahren möchte der Verein Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen ein Dokumentationszentrum gleichen Namens in der Kreisstadt etablieren. Nun soll die Finanzierung in die Zielgerade gehen. Ein schwieriges Unterfangen, denn die Stadt müsste eine Million Euro zur Verfügung stellen – und das bei leeren Kassen.

Der Rat hatte sich bereits im April 2011 klar positioniert und dem Verein seine volle Unterstützung signalisiert. Die Politiker gehen davon aus, dass ein Urgeschichtliches Zentrum für die Kreisstadt ein Alleinstellungsmerkmal wäre, das gut zum Luftkurort mit prähistorischer Bedeutung passen würde.

In Folge des Ratsbeschlusses wurde in Gesprächen mit politischen Vertretern auf EU- und Landesebene deutlich, dass es einige finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten zur Umsetzung eines Urgeschichtlichen Zentrums gibt. So bietet die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) derzeit Fördermittel zur Errichtung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Tourismuswirtschaft an. Darunter fallen unter anderem die Schaffung (Neubau und Modernisierung) von erlebnisorientierten Infrastruktureinrichtungen insbesondere im Bereich Natur- und Kulturtourismus.

Das gesamte Projekt in Wildeshausen wird mit Kosten in Höhe von drei Millionen Euro beziffert. Der Antrag zum Abruf der Zuwendungsmittel müsste bis spätestens 30. August erfolgen, da bis dahin außergewöhnlich umfangreiche Mittel zur Verfügung stehen. „Die Aussichten, eine besonders hohe Förderquote zu erzielen, sind derzeit so gut wie noch nie“, heißt es in einer Einschätzung der Verwaltung. Das Projekt könnte finanziert werden, wenn die Summe dreigeteilt wird. So müssten der Verein UZW, die Stadt und die Förderbank jeweils eine Million Euro aufbringen. „Wir rühren zurzeit überall“, erklärt die Vorsitzende des Vereins, Svea Mahlstedt. „Die Stadt hilft uns dabei ganz toll.“ Ziel sei es, alle antragsrelevanten Unterlagen termingerecht zusammen zu bekommen. Geklärt werden muss auch noch, inwieweit der Arbeitskreis „Straße der Megalithkultur“ sich an einem Zentrum beteiligen kann und möchte. Dieser plant ohnehin ein eigenes Domizil, und Wildeshausen würde sich dafür wegen der Bedeutung des Pestruper Gräberfeldes und der Kleinenkneter Steine in idealer Weise anbieten. Wo ein Urgeschichtliches Zentrum gebaut werden könnte, ist allerdings auch noch nicht klar. Der Verein befindet sich in Verhandlungen, möchte über das Grundstück aber noch nicht sprechen. Am 5. Juli befasst sich der Ausschuss für Fremdenverkehr, Sport und Kultur mit der Realisierung des UZW. Voraussetzung für einen erfolgreichen Förderantrag ist die Drittfinanzierung durch die Stadt. Das Geld müsste also in den nächsten Haushalt eingestellt werden. · dr

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