Polizei sucht Zeugen 

Unbekannter wirft Gegenstände auf fahrende Sattelzüge auf der A1

Landkreis Oldenburg - Ein noch Unbekannter hat Gegenstände von einer Brücke auf vorbeifahrende Sattelzüge geworfen. Staatsanwaltschaft Oldenburg und die Polizei Delmenhorst ermitteln wegen des Verdachts mehrerer versuchter Tötungsdelikte und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Ein bislang unbekannter Täter hat im Juni und Juli 2016 in mindestens vier Fällen Gegenstände von Brücken auf die Autobahn 1 geworfen. Die vier Taten ereigneten sich alle bei Nacht im Bereich der Anschlussstelle Wildeshausen-Nord und in unmittelbarer Nähe zur Raststätte Wildeshausen in einer dort aufgebauten Baustelle. Ein weiterer Vorfall wurde von der Autobahnpolizei Bramsche in der Nähe der Raststätte Dammer Berge aufgenommen. Ob ein Tatzusammenhang besteht, kann derzeit noch nicht gesagt werden, teilt die Polizei am Freitag mit. 

Zweimal warf der noch unbekannte Täter am Dienstag, 26. Juli und in einem dritten Fall am Mittwoch, 27. Juli, jeweils einen Gegenstand von einer Autobahnbrücke auf einen durchfahrenden Sattelzug. Der geworfene Gegenstand schlug in diesen drei Fällen in der Frontscheibe ein und beschädigte diese, ohne jedoch durchzuschlagen. Einer der Fahrer, ein 31-jähriger Mann aus Pulheim, wurde durch Splitter, die sich durch den Aufschlag von der Innenscheibe lösten, im Gesicht leicht verletzt. 

Am Dienstag, 26. Juli, nahm die Polizei in Osnabrück einen ähnlichen Vorfall auf. Im Bereich der Raststätte Dammer Berge wurde ebenfalls ein Gegenstand von einer Brücke geworfen, der die Seitenscheibe eines Sattelzuges traf. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass ein am Donnerstag, 23. Juni, im Bereich der Anschlussstelle Wildeshausen-Nord aufgenommener Unfall ein mit den anderen Vorfällen vergleichbares Schadensbild zeigt. Auch bei diesem Unfall wurde die Windschutzscheibe von einem Gegenstand getroffen. Zunächst wurde aber davon ausgegangen, dass der Schaden durch einen hochgewirbelten Gegenstand verursacht worden war. Ein Zusammenhang zwischen den Taten erscheint aber, auch aufgrund der Tatortnähe, nach jetzigem Ermittlungsstand als wahrscheinlich, so die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen soll es sich bei den Gegenständen um Steine gehandelt haben.

Unklar ist bislang noch, ob der Täter alleine gehandelt hat oder möglicherweise mehrere Personen die Tat gemeinschaftlich begingen. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei den herunter geworfenen Gegenständen um Steine. Diese Annahme konnte aber bisher noch nicht zweifelsfrei bestätigt werden. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg und die Polizei Delmenhorst ermitteln wegen des Verdachts mehrerer versuchter Tötungsdelikte und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Ein Tatverdächtiger konnte noch nicht ermittelt werden. Die Polizei Delmenhorst sucht Zeugen, die Hinweise zu dem Täter oder den Taten geben könnten. 

Wer hat am 26. oder am 27. Juli zur Nachtzeit Personen gesehen, die sich insbesondere auf der Autobahnbrücke (B213) aufgehalten haben oder von dort geflüchtet sind? Zeugen werden gebeten, sich unter 04221/15590 zu melden.

Rubriklistenbild: © dpa

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