Für Kulturfans und Nachtschwärmer

Oldenburger Museen laden für die Nacht ein

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Die Bremer Künstlergruppe „Urbanscreen“ wird in diesem Jahr das Horst-Janssen-Museum zum Strahlen bringen.

Oldenburg - Bald ist es wieder soweit: Die Nacht der Museen Oldenburg lockt am Sonnabend, 10. September, von 18 bis 24 Uhr große und kleine Kulturfans und Nachtschwärmer an, um sie mit einem abwechslungsreichen Programm zu verzaubern. Mit dabei sind das Horst-Janssen-Museum, das Stadtmuseum Oldenburg, das Landesmuseum Natur und Mensch, das Edith-Russ-Haus für Medienkunst, das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und der Oldenburger Kunstverein.

Die Besucher können sich auf Mitmach-Aktionen, Führungen, Musik, Live-Acts und einen Blick hinter die Kulissen des Museumsbetriebs freuen.

Der Eintritt wird einmalig gezahlt, und mit dem erstandenen Eintrittsbändchen für fünf Euro (Partnerticket acht Euro) können alle Museen besucht werden. Die Bändchen sind an der Abendkasse erhältlich, aber auch bereits im Vorverkauf in allen beteiligten Häusern und der Oldenburger Touristinfo am Schlossplatz. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre haben in der Museumsnacht kostenlosen Eintritt. Am Veranstaltungstag haben die Museen tagsüber aufgrund der Vorbereitungen geschlossen. Der Einlass zur Museumsnacht ist um 17 Uhr.

Das Horst-Janssen-Museum leuchtet in der Museumsnacht im Schein einer Lichtprojektion der Bremer Künstlergruppe „Urbanscreen“, die bereits die Oper Sydney und das Gasometer Oberhausen zum Strahlen gebracht hat. Ebenfalls Licht ins Dunkel der Museumsnacht bringt die Frankfurter Akrobatengruppe „Gagé“, auf Hochstelzen und in fantasievoll beleuchteten Kostümen im Stadtmuseum Oldenburg. Die kleinen Besucher können sich auf die Zaubershow mit Lukas Aey freuen sowie im Stadtmuseum Jonglierbälle basteln und ausprobieren. Für Musik sorgt im Museumsgarten wieder die Funk’n’Soul-Band „The Tuesbrassers“, während im Stadtmuseum das Instrumental-Duo „So quiet“ mit sanftem Groove eine stimmungsvolle Atmosphäre erschaffen wird.

Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst wartet in der Nacht der Museen mit gleich drei Ausstellungen auf. Im Hauptgebäude ist „On Building Nations“ zu sehen mit Installationen von Mahmoud Khaled und Szabolcs KissPál. Ausstellung Nummer zwei wird in der Museumsnacht eröffnet: Um 20 Uhr wird die Doppelprojektion „Die Rote Fahne II“ von Felix Gmelin im Aquarium eingeschaltet und strahlt dann für zwei Monate immer in den Abendstunden. Und schließlich zeigt das Edith-Russ-Haus noch die Videoinstallation „544/544 (up/down)“ von Thomas Mohr im Oldenburger Pulverturm am Schloßwall.

Im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg gibt es ein buntes Programm aus Kinder-Workshops, Kostümaktionen, Führungen und Musik. Für die kleinen Besucher geht es von 18 bis 22 Uhr im Schloss tierisch durch die Nacht mit dem Bau von Fantasietieren wie Schachtelelefanten und Pappleos und einer kleinen Safari. Erstmals gibt es im Schloss szenische Führungen aus dem Leben zweier Kammerzofen. Die Damen plaudern aus dem Nähkästchen über die hochwohlgeborenen Herrschaften und entdecken im Schloss kuriose Dinge, die den Alltag der Dienerschaft lebendig machen.

Im Augusteum werden von 21 bis 23 Uhr alte Meister per Fotoprojektion zur Kulisse. Mit Kostümen und Accessoires können Besucher sich im „freeze“ fotografisch festhalten lassen. Im Prinzenpalais erhellt die Liebermann-Special-Führung in der Kabinettschau „Liebermann-Gurlitt“ um 20 und 21 Uhr die Nacht. Halbstündlich gibt es Führungen durch die Sammlungen im Schloss, Prinzenpalais und im Augusteum. Für musikalische Untermalung sorgen die „Global Music Players“ mit Weltmusik im Schloss. Im Augusteum bietet ein Treppenkonzert des Violinduos „Levens-Boquet“ mit Sonaten von Georg Philipp Telemann den passenden Rahmen für den Genuss der alten Meister.

Zu einer nächtlichen Entdeckungstour durch die Tierwelt lädt das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg ein. In der Ausstellung „Wildlife Art“ tummeln sich noch bis zum 18. September Wildschwein, Känguru und Co. aus der Sicht verschiedener Künstler. Zu vielen wilden Tieren führen stündlich von 18.30 bis 21.30 Uhr Ausstellungssafaris und eine Taschenlampensafari um 22.30 Uhr. Dazu gibt es Bogenschießen bei Feuerschein und Höhlenstimmung im Werkraum: Die Mitmach-Safari in die Steinzeit für Kinder und Erwachsene verspricht durchgängig von 18 bis 22.30 Uhr Action in der Dunkelheit und beim Bau von steinzeitlichen Lampen oder Höhlenmalerei.

Der Oldenburger Kunstverein zeigt die Ausstellung „Reduktion der Wirklichkeit“ von Jürgen Staack. Er nutzt für seine Arbeiten Performances, Sound, Video, Skulpturen und auch Fotografien. Der Betrachter erhält von Jürgen Staack Gelegenheit, Teil der Kunst zu werden. Außerdem können Besucher ihre akustische Wahrnehmung auf die Probe stellen: Sie können mit einem Sprachverzerrer experimentieren und testen, wie Sprache unsere Wahrnehmung beeinflusst.

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