Markus Scharf folgt auf Dirk Uhmeier 

Neuer Kripo-Chef: „Menschen sollen sich sicher fühlen“

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Polizeipräsident Johann Kühme und Inspektionsleiter Jörn Stilke begrüßten Markus Scharf neu im Amt und verabschiedeten Dirk Uhmeier (von links). 

Delmenhorst - Von Ove Bornholt. Der landläufig als Kriminalpolizei bezeichnete zentrale Kriminaldienst (ZKD) der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch hat einen neuen Chef. Am Dienstag wurde Markus Scharf offiziell vorgestellt.

Mord und Totschlag, aber vor allem organisierte Kriminalität im Einbruchsbereich sind nun das täglich Brot von Kriminalrat Markus Scharf. Der Oldenburger sprach während seiner offiziellen Amtseinführung am Mittwoch in Delmenhorst von einer großen Verantwortung. Denn bei der Arbeit der Polizei gehe es nicht darum, „flüchtige Konsumbedürfnisse zu befriedigen“. Stattdessen hätten die Beamten eine wichtige Aufgabe innerhalb der Demokratie zu erfüllen. „Die Menschen sollen sich sicher fühlen und sicher sein.“ Dazu hat Scharf wie Vorgänger Dirk Uhmeier rund 120 Polizisten zur Verfügung, die für schwere Verbrechen in der Stadt Delmenhorst sowie den Landkreisen Oldenburg und Wesermarsch zuständig sind.

Scharf arbeitete zwölf Jahre bei der Polizei Nordrhein-Westfalen, wo seine Laufbahn begann. Er war bei der Kriminalpolizei unter anderem für Betrug und Wirtschaftskriminalität zuständig, wurde aber auch als Ermittler in einem Mordfall eingesetzt. 2007 wechselte er nach Oldenburg, war dort unter anderem als Pressesprecher, aber auch ermittelnd tätig. Mit Blick auf Uhmeier sagte Scharf, „ich setze mich ins gemachte Nest“. Damit meinte er die „aufgeschlossenen und hoch motivierten Kollegen“, denen er einen „achtungsvollen Umgang“ untereinander vorleben will.

„Es ist gut, dass ein Wechsel kommt“

Uhmeier war vor fünf Jahren zum ZKD-Leiter in Delmenhorst aufgestiegen. Nun wechselt er zur Polizeidirektion Oldenburg. „Es ist gut, dass ein Wechsel kommt“, sagte er. Fünf Jahre seien in einer solchen Funktion unüblich lange, betonte er. Gleichzeitig kritisierte der Beamte ganz grundsätzlich das „Dienststellen-Hopping“. Das sei „wirklich nicht gut“. Es sei besser, „Fehler, die man gemacht hat, auch auszubaden und kleine Erfolge zu sehen“.

Uhmeier gab seinem Nachfolger noch einen nicht ganz ernst gemeinten Tipp mit. Er solle sich nicht ärgern, wenn Polizeiinspektions-Leiter Jörn Stilke immer vor ihm am Tatort und besser informiert sei. „Und behandle meine Leute pfleglich. Sie sind schon älter“, so Uhmeier, der mit Oldenburg an seinen Wunsch-Dienstort wechselt.

Polizeipräsident Johann Kühme nutzte die Chance, dass viele hohe Polizisten und Beamte vom Wildeshauser Amtsgerichtsdirektor Dr. Detlev Lauhöfer über den Leiter des Polizeikommissariats in der Kreisstadt, Markus Voth, bis hin zum Kreis-Feuerwehrchef Peter Sparkuhl zur Amtsübergabe gekommen waren, um auf einige Erfolge der Ermittler zu verweisen. So hätte eine gemeinsame Ermittlungsgruppe mit Bremen in sieben Jahren genug Beweise dafür gesammelt, dass 27 Einbrecher vor Gericht standen, die zu insgesamt 74 Jahren Haft verurteilt wurden. Er sprach von einem Schaden von drei Millionen Euro, der durch die Taten angerichtet wurde. „Das ist ein messbares Ergebnis. Auch aus Sicht der Opfer“, sagte Kühme. Die Ermittler sollen ein Auge auf reisende Tätergruppen haben.

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