Landkreis lässt Konzept zu Breitbandausbau erarbeiten/Online-Umfrage

Der erste Schritt zu schnellerem Internet

Partner beim Breitbandausbau: Carsten Harings, Wilfried Konnemann vom Breitband-Kompetenzzentrum und Kai Seim (v.r.).
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Partner beim Breitbandausbau: Carsten Harings, Wilfried Konnemann vom Breitband-Kompetenzzentrum und Kai Seim (v.r.).

Landkreis - Von Karsten Tenbrink. Internetverbindungen mit einer Geschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde für die gesamte Bevölkerung– so lautet das langfristige Ziel der Bundesregierung. Der Landkreis Oldenburg beginnt nun, die Voraussetzungen für einen Ausbau der Breitbandinfrastruktur zu schaffen, und setzt dabei auch auf die Unterstützung der Bevölkerung.

Das Projekt „Strukturplanung Breitbandausbau“ wurde gestern im Kreishaus vorgestellt. Er erinnere sich noch gut an die Jahre 2009 bis 2011, sagte dabei der Erste Kreisrat Carsten Harings, als mit Mitteln aus dem sogenannten Konjunkturpaket II insgesamt 13000 Haushalte im Landkreis an das Breitbandnetz angebunden werden konnten. Der Geschwindigkeitsstandard damals: Zwei Megabit pro Sekunde.

„Damit lockt man bei jungen Leuten und Betrieben heute keinen mehr hinter dem Ofen hervor“, umschrieb Harings die technische Entwicklung und die gestiegenen Anforderungen seither. Minimum 30, besser noch 50 Megabit pro Sekunde sollte ein neuerlicher, flächendeckender Ausbau mit sich bringen. Zusammen mit dem Breitband-Kompetenzzentrum Niedersachsen und dem Beratungsunternehmen „Seim & Partner“ soll nun zunächst ermittelt werden, was dafür nötig ist.

Ein ganz entscheidender Faktor dafür sei die Ist-Analyse, so Harings. Die aktuelle Geschwindigkeit der Datenübertragung und der Bedarf bei Bürgern und Unternehmen müssten dafür in Erfahrung gebracht werden. Eine Online-Umfrage samt Geschwindigkeitstest-Test soll die nötigen Daten liefern. Links zu der Befragung, die etwa fünf bis zehn Minuten in Anspruch nehme, finden sich unter anderem auf den Internetseiten des Landkreises und der Gemeinden. Bis Mitte Oktober ist die Teilnahme möglich.

„Verlässliche Daten“ erhofft sich Harings durch diese Vorgehensweise, anschließend könne analysiert werden, welche Maßnahmen notwendig sind. Und dann müsse geschaut werden, was finanziell möglich ist. Denn noch sei unklar, wieviel Geld Bund und Land zum Breitbandausbau beisteuern.

Zusätzlich zur Online-Umfrage werde es eine Telefonbefragung geben, erklärte Kai Seim vom Beratungsunternehmen „Seim & Partner“. Mit 300 Privathaushalten und 50 Gewerbetreibenden – zufällig ausgewählt, aber möglichst breit über den Landkreis verteilt – soll dafür Kontakt aufgenommen werden. Parallel dazu läuft in Zusammenarbeit mit Kommunen und Versorgern eine Ermittlung der vorhandenen Netzinfrastruktur. Nach umfangreichen Ortsbegehungen soll schließlich ein Netzkonzept entwickelt, bis Januar nächsten Jahres dann die Investitionskosten ermittelt und die Wirtschaftlichkeit einer Umsetzung analysiert werden.

www.oldenburg-kreis.de/2807.html

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