Afghane ist nun Auszubildender bei Malerfirma

Erster Flüchtling beginnt Lehre nach Förderung

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Habib Alizada (r.) hat zum 1. August bei Lars Sieberg (links) angefangen. Das Integrationsprojekt „Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber“ hat ihm den Weg geebnet. 

Oldenburg - Malermeister Lars Sieberg aus Oldenburg und der afghanische Flüchtling Habib Alizada haben einen Ausbildungsvertrag geschlossen. Der 21-jährige Alizada ist einer der ersten Teilnehmer des Integrationsprojektes „Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber“ (Ihafa), die zum 1. August ihre Lehre begonnen haben, teilte die Handwerkskammer (HWK) Oldenburg mit. Das Projekt wird von den niedersächsischen HWK umgesetzt und vom Landes-Wirtschaftsministerium finanziell gefördert.

Als Jugendlicher hat Alizada im Iran zunächst als Maler, dann als Fliesenleger gearbeitet. 2013 gelang ihm die Flucht nach Deutschland. Den Einstieg in das hiesige Handwerk schaffte er mit einem Praktikum in Oldenburg. Das Jobcenter vermittelte ihn ins Ihafa-Programm. „In unserem Berufsbildungszentrum absolvierte er die Kompetenzfeststellungsmaßnahme für eine Ausbildung zum Maler mit guten Bewertungen für diesen Beruf“, sagt Wolfgang Jöhnk. Der Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung der Handwerkskammer Oldenburg ist gleichzeitig Ihafa-Projektleiter für den Kammerbezirk.

Sieberg hat Alizada gegenüber anderen Bewerbern vorgezogen. „Mein junges Team hat ihn durch das Ihafa-Praktikum kennengelernt. Die Rückmeldungen waren positiv. Er macht einen sehr engagierten Eindruck und hat alle überzeugt“, meint Sieberg. Der Maler- und Lackierermeister beschäftigt 14 Mitarbeiter. Darunter ist der ehemalige Flüchtling Salah Al Jondi, der nun im dritten Lehrjahr steht. „Wir haben schon sehr gute Erfahrungen mit ihm gemacht. Menschlich und fachlich ist alles gut. Beim Deutschlernen braucht er noch Unterstützung. Das wird bei Alizada genauso sein.“ Der 21-jährige Afghane ist sich seiner Chance bewusst: „Wer was Gutes haben will, muss auch Gutes leisten“, habe er gegenüber den neuen Kollegen gesagt, heißt es in der HWK-Mitteilung.

Ihafa-Projektleiter Jöhnk bilanziert: Die angestrebten 90 Verfahren seien nach anfänglichen Schwierigkeiten mit 86 nahezu erreicht. „Erfreulicherweise haben nur vier Teilnehmer die Maßnahme vorzeitig abgebrochen. Elf konnten in eine Ausbildung, 13 in eine Einstiegsqualifizierung, 16 in eine Arbeitsstelle und 39 in andere Maßnahmen (überwiegend Sprachkurse) vermittelt werden.“

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