Standort wäre grundsätzlich geeignet / Bebauungsplan müsste geändert werden

Landkreis hat keine Einwände gegen Tierheim am Klärwerk

Neben der Kläranlage dürfte ein Tierheim gebaut werden.
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Neben der Kläranlage dürfte ein Tierheim gebaut werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Die Stadt Wildeshausen kommt in der Frage eines Tierheimneubaus in Nähe des Klärwerks einen großen Schritt voran. Der Landkreis hat keine wesentlichen Einwände gegen eine Nutzung des Überschwemmungsgebietes. Allerdings müssen die Flächen kompensiert werden.

Das Areal wurde von der Vorsitzenden der Tierschutzgruppe, Christina Poppe, mehrmals als ideal bezeichnet. So gibt es dort eine Wasser- und Stromversorgung, zudem ist die Fläche relativ verkehrsgünstig gelegen. Ins Gespräch gebracht worden war das Gelände erneut von CDU und SPD, die sich mit der Tierschutzgruppe abgestimmt hatten. Der bisher favorisierte Standort in der Holzhauser Heide wird von der Bevölkerung nicht akzeptiert, ist relativ schwierig zu erreichen und könnte nur mit großem finanziellen Aufwand von der Tierschutzgruppe realisiert werden.

Am 18. März hat die Stadt den Landkreis gebeten, zu prüfen, ob aus dessen fachlicher Sicht die Fläche westlich des Klärwerks für die Errichtung eines Tierheims in Betracht kommt und ob dort Material aus der zu sanierenden Pagenmarsch aufgebracht werden kann. Die Stellungnahme ist nun erstellt. Danach könnte der vorhabenbezogene Bebauungsplan, der zurzeit die Erweiterung der Kläranlage vorsieht, geändert werden. Das Überschwemmungsgebiet müsste an anderer Stelle kompensiert werden. Es ist auch grundsätzlich in Ordnung, Erdmaterial, das bei der Sanierung der Pagenmarsch abgetragen wird, neben der Kläranlage aufzubringen. Voraussetzung dafür ist selbstverständlich, dass das Material nicht belastet ist. Im Rahmen einer Bebauungsplanänderung müsste zudem geklärt werden, ob und wie starke Emissionen von einem Tierheim ausgehen würden. Insbesondere Lärmbelastungen für die Wohnbebauung müsste überprüft werden.

Vor einem Bau wäre auch abzuwarten, wie die beteiligten Kommunen entscheiden. Diese erwarten zunächst eine Betriebs- und Investitionskalkulation der Tierschutzgruppe Wildeshausen. Diesbezüglich hat die Gruppe um eine Fristverlängerung bis zum 31. Juli gebeten, die auch eingeräumt wurde.

In der Wildeshauser Stadtverwaltung liegt die Stellungnahme des Landkreises noch nicht vor: „Wir würden uns aber sehr freuen, wenn wir endlich neben der Kläranlage einen Platz für das neue Tierheim anbieten könnten“, so Bürgermeister Kian Shahidi.

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