Streit um Nutzung der Rettungswache in Hude

DRK legt Kompromiss vor

Hude - Im Streit um die Nutzung der Rettungswache in Hude hat der DRK-Kreisverband, der seinen Sitz in dem Haus hat, einen Kompromissvorschlag vorgelegt, der nun sowohl von ihm als auch vom Landkreis und der Gemeinde geprüft wird. Ein anderes Gebäude auf dem Gelände soll umgebaut werden.

Es liegt direkt an der Parkstraße. Darin befinden sich der DRK-Ortsverein Hude, die Sozialstation und die Kleiderkammer. Hintergrund ist, dass das DRK den Rettungsdienst in den Gemeinden Hude und Ganderkesee abgeben muss, da der Landkreis den Vertrag wegen Unregelmäßigkeiten in der Abrechnung gekündigt hatte.

Es stellt sich die Frage, wie die Nachnutzung der Rettungswache in Hude aussieht. Denkbar wäre es, dass die Nachfolge-Organisation – im Gespräch sind die Johanniter – das Gebäude einfach übernimmt. Doch der Kreisverband, dem es gehört und der laut Geschäftsführer Michael Venzke auch Nutzungsänderungen vornehmen darf, möchte die Schulungsaktivitäten des DRK dort verstärken. 

Es geht darum, dass der Verband sich nach dem Verlust des Rettungsdienstes, der wie Venzke betont, kein Geld gebracht hat, ein Stück weit neu aufstellen muss. Denn die anderen Aktivitäten wie zum Beispiel Ausbildung, Katastrophenschutz oder Essen auf Rädern sollen weiter betrieben werden.

Der Sitz des Kreisverbands wurde dem DRK vor zehn Jahren für einen symbolischen Betrag von einem Euro von der Gemeinde überlassen. Diese vertrete den Standpunkt, es verstoße gegen den Geist der damals getroffenen Vereinbarung jetzt keine Rettungswache mehr in dem Gebäude zu betreiben, so Venzke. Auch der Landkreis sei daran interessiert, die Wache am aktuellen Standort oder dicht in der Nähe dazu zu erhalten. Dies würde die Ausschreibung des Rettungsdienstes vereinfachen.

Mit dem am Montag gegenüber Kreis und Gemeinde geäußerten Vorschlag hofft Venzke nun, eine für alle Seiten tragbare Lösung ins Gespräch gebracht zu haben. In der vergangenen Woche habe es bereits Gespräche gegeben, die offenbar nicht so konstruktiv verlaufen sind. Von einem „unerfreulichen Beisammensein“ spricht der DRK-Vertreter. Die Gemeinde und die Politik vor Ort sollen den Verband massiv angegriffen haben.

bor

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