Alkohol- und nikotinfreie Disco in der Halle am Huder Bach

Feiern ohne Bier, Schnaps und Zigaretten beim „Tanzrausch“ in Hude

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Polizist Martin Klinger und Bernd Wessels von der AOK unterstützen die Party, die Kreisjugendpfleger Dirk Emmerich und seine Kollegen aus den Gemeinden Thomas Schulz (Großenkneten), Frank Düvel (Hude) und Werner Niemann (Wardenburg, von links) organisieren. 

Wildeshausen/Hude - „Einfach mal Spaß haben ohne die ganzen Suchtmittel wie Alkohol, das ist primäre Prävention“, erklärt Kreisjugendpfleger Dirk Emmerich das Konzept des „Tanzrausches“ in Hude. Die alkohol- und nikotinfreie Disco geht am Freitag, 11. November, bereits zum elften Mal unter der Regie des Landkreises Oldenburg in der Halle am Huder Bach über die Bühne. Die Veranstaltung richtet sich an Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren.

Die Disco beginnt um 19 und endet um 24 Uhr. „Viele der Jugendlichen tanzen die vier Stunden komplett durch“, erzählt Emmerich. DJ „Truebeatz“ macht Musik, und auf der Bühne tanzt die „Fashion Crew“ aus Stenum Hip Hop, während die „BBT Crew“ Breakdance bietet. Wer mal eine Pause braucht, kann sich in einem anderen Teil der Halle Pommes, Pizza oder eine Cola für je einen Euro kaufen, bei einer Zaubershow zugucken oder sich ein Airbrushtattoo machen lassen.

Der wichtigste Aspekt der Veranstaltung bleibt aber die Prävention. „Ich möchte, dass die Jugendlichen nach Hause gehen und sagen, dass es total geil war, sowie sich die Frage stellen, warum sie sich überhaupt mit Bier besaufen sollten“, so Emmerich.

Hauptsponsor des „Tanzrausches“ ist die AOK Gesundheitskasse, ebenfalls mit dabei sind das Präventionsteam der Polizei, die Jugendpfleger im Landkreis und viele ehrenamtliche Helfer. „Das Komasaufen beginnt teilweise schon im Alter von acht Jahren. Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Oldenburg 16 schwere Fälle bei Jugendlichen festgestellt. Es ist eine positive Entwicklung im Vergleich zu den vorherigen Jahren“, berichtet Bernd Wessels von der AOK.

„Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Besucherzahlen im November am höchsten sind“, sagt Kreisjugendpfleger Emmerich. Dieses Jahr hofft er auf 1 000 Gäste. Bei der Auflage im Dezember 2014 waren es nur 700 gewesen. Vergangenes Jahr fiel die Veranstaltung aus.

Sonderbusse fahren am Veranstaltungstag um 18.15 Uhr von den Jugendzentren in allen Gemeinden zu der Disco. Für den Transfer hin und zurück sind Anmeldungen bei der jeweiligen Jugendpflege notwendig. Die Eintrittskarten für sechs Euro bekommt man ebenfalls dort oder an der Abendkasse, die Busfahrt ist im Preis enthalten. Die Veranstalter hoffen auch dieses Jahr auf viele Gäste, die dieser neuen Feierkultur ohne Suchtmittel nachgehen wollen. ln

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