Schulz-Achelis nannte das nunmehr von jedermann unter http://www.online-ofb.de/harpstedt/ anklickbare Ortsfamilienbuch ein „echtes Bürgerprojekt“. Der Startschuss dafür sei fast auf den Tag genau vor sechs Jahren gefallen. An den ersten Arbeitsschritten, dem Abfotografieren der alten Kirchenbuchseiten, dem Entziffern der alten Schrift und dem Erfassen, seien noch sehr viele Helfer beteiligt gewesen. Im weiteren Prozess bis hin zum Erstellen zahlreicher Verknüpfungen am PC sei die Zahl der aktiv Beteiligten naturgemäß heruntergegangen, und am Ende seien Ellwanger, Kracke und Buhlrich – gewissermaßen als „die drei Musketiere“ – übrig geblieben. Dank der Gemeinschaftsleistung könnten Interessierte nun sogar beim Sonnenbad am Strand von Hawaii mit einem Notebook nach eigenen Ahnen forschen. Der Pastor dankte allen, die das möglich gemacht haben.
Anfängliche technische Probleme drohten die Beamer-Präsentation in der Kirche scheitern zu lassen. Durch die dicken Mauern des Gotteshauses ließ sich – trotz einer im Vorfeld reibungslos verlaufenen „Generalprobe“ – zunächst kein dauerhafter Netzzugang herstellen, so dass Dr. Ellwanger und seine Mitstreiter schon erwägten, ins Erste Pfarrhaus umzuziehen.
Lebende Personen nicht
namentlich erwähnt
Der Clou der Präsentation bestand schließlich darin, dem Publikum online die Nutzung der Daten zu erklären, die über das Portal genealogy.net des Vereins für Computer-Genealogie zugänglich sind. Dann aber kriegten die Organisatoren das technische Problem doch in den Griff. Die Zuhörer konnten auf den Kirchenbänken sitzen bleiben. Über das Ortsfamilienbuch, das aus Datenschutzgründen nur vor 1895 geborene Personen berücksichtigt (mit ganz wenigen Ausnahmen), lassen sich unter dem Button „Gesamtliste der Familiennamen“ Vorfahren, deren Geschwister, Kinder und Kindeskinder mit Geburts-, Tauf-, Hochzeits- und Sterbedaten ausfindig machen und Stammbäume nachvollziehen. Noch lebende Mitbürger finden keine namentliche Erwähnung, treten aber anonym – etwa als Sohn oder Tochter – in Erscheinung. Über die Buttons „Geburtsorte auswärtiger Personen“ und „Sterbeorte weggezogener Personen“ sind weitergehendere Nachforschungen möglich.
Wer Fehler in der Datensammlung bemerkt oder Aktualisierungen wünscht, wende sich an Hans Buhlrich (Tel.: 04244/966 738).
















