Samtgemeinderat bleibt AfD-freie Zone

Wahlvorschläge fristgerecht und formal korrekt eingereicht

Kommunalwahl 2011: Der morgendliche Ansturm am 11. September im Wahllokal Grundschule Harpstedt ließ auf eine gute Wahlbeteiligung in der Samtgemeinde hoffen. Am Ende lag sie dann aber doch nur bei 58,78 Prozent.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. Diese Nachricht ist zwar nicht mehr ganz neu, aber aus Sicht der etablierten Parteien und Listen CDU, SPD, HBL,Grüne und FDP sicher die beste mit Blick auf die Kommunalwahl am 11. September: Der Samtgemeinderat wird in den kommenden fünf Jahren AfD-freie Zone bleiben. Die Alternative für Deutschland (AfD) hat auch für die acht Mitgliedsgemeinderäte keinen Wahlvorschlag eingereicht. Sie tritt allerdings auf Kreisebene an.

Am Sonntag, 11. September, sind in der Samtgemeinde Harpstedt 9 338 Wahlberechtigte aufgefordert, dem Appell zum Urnengang zu folgen. Sie entscheiden dann, wie die politischen Vertretungen der Samtgemeinde und ihrer Mitgliedsgemeinden in den kommenden fünf Jahren besetzt sein werden. Jeder von ihnen kann pro Wahlzettel bis zu drei Stimmen vergeben, diese nach Belieben „streuen“ und sowohl Listen als auch Einzelbewerber ankreuzen. Außerdem entscheiden die Wahlberechtigten innerhalb des Wahlbereiches I (Dötlingen–Wildeshausen–Harpstedt) mit über die Zusammensetzung des künftigen Kreistages. Jeder Wähler bekommt folglich drei Wahlzettel (Gemeinde-, Samtgemeinderat, Kreistag) im Wahllokal ausgehändigt.

Seit Donnerstagabend steht fest, wer in der Samtgemeinde und den Mitgliedskommunen kandidiert. Die Wahlausschüsse haben im Feuerwehrhaus über die Zulassung der eingereichten Wahlvorschläge befunden. Zu beanstanden gab es rein gar nichts. „Alle Wahlvorschläge sind fristgerecht und formal korrekt eingereicht und daher auch zugelassen worden“, vermeldete Andreas Gralheer aus der Samtgemeindeverwaltung gestern auf Nachfrage unserer Zeitung.

De Harpstedter Horst Bokelmann ist diesmal der einzige Einzelbewerber. Er tritt sowohl für den Flecken- als auch für den Samtgemeinderat an. Da er beiden Gremien bereits angehört, musste er im Vorfeld keine Unterstützungsunterschriften sammeln, um kandidieren zu dürfen. 13 Wahllokale werden am 11. September samtgemeindeweit ihre Pforten öffnen. Im Flecken sind es – wie gehabt – vier: die Begegnungsstätte (Harpstedt I), das Feuerwehrhaus (II), die Grundschule (III) und das DRK-Seniorenzentrum (IV).

„Eine Besonderheit gibt es Dünsen. Bislang ist dort die Grundschule als Wahllokal genutzt worden. Wegen ihres Umbaus zu einer zweigruppigen Kinderkrippe weichen wir diesmal auf die Zufluchtskirche aus“, so Gralheer.

Wohl wieder zwei Briefwahlvorstände

Es stehe zwar noch nicht fest, aber voraussichtlich würden wieder zwei Briefwahlvorstände eingerichtet. Der Grund dafür sei der gewachsene Arbeitsaufwand. Die Briefwahl erfreue sich zunehmender Popularität. Eine wachsende Anzahl von Wahlberechtigten mache davon Gebrauch. „Früher bedurfte es einer Begründung für die Briefwahl. Einen Grund muss nun aber schon seit längerer Zeit niemand mehr angeben. Und das ist wohl wiederum auch der Grund dafür, warum die Zahl der Briefwähler in der Tendenz nach oben geht“, vermutet Gralheer.

Vor fünf Jahren war übrigens die CDU mit 35,07 Prozent stärkste Partei bei der Samtgemeinderatswahl geworden. Die SPD kam auf 29,37 Prozent. Bündnis 90/Die Grünen und die Harpstedter Bürgerliste (HBL) lagen mit 14,91 und 15,44 Prozent fast gleichauf. Die FDP mit 3,23 Prozent Stimmenanteil bekam nur noch eine Mandatsträgerin in den Rat. Von den damals zwei Einzelbewerbern Hans-Jürgen Petzold (0,44 Prozent) und Horst Bokelmann (1,50 Prozent) errang nur der letztgenannte genügend Stimmen für den Einzug in den Rat.

Rein rechnerisch hätten CDU, HBL und FDP mit 15 von 29 errungenen Mandaten eine Mehrheitsgruppe bilden können. Dazu kam es allerdings nicht. Die einzige Gruppe, die sich im Zuge der Ratskonstituierung bildete, war die aus Einzelbewerber Horst Bokelmann und FDP-Ratsfrau Elisabeth Akkermann.

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