„Wollen nicht meckern, sondern in kleinen Schritten unterstützen“

Vereinsgründung mit System, aber ohne Stress ist das Ziel

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Was ist verbesserungswürdig? Wo kann Unterstützung ansetzen? Solche Fragen kamen am Dienstagabend während des Gedankenaustausches vor dem Hintergrund der ins Auge gefassten Gründung eines Freibad-Fördervereins zur Sprache. 

Harpstedt - Was könnte der Förderverein Rosenfreibad Harpstedt e.V. nach seiner Gründung in Angriff nehmen? Wo gibt es Ansatzpunke für eine sinnvolle Unterstützung? Welche Maßnahmen böten sich an, um die Attraktivität des Freibades zu steigern, es besser zu vermarkten und Zielgruppen stärker zu mobilisieren?

Solche und weitere Fragen diskutierten am Dienstagabend im Hotel „Zur Wasserburg“ rund 20 interessierte Mitbürger auf Einladung jener Initiativgruppe, die aktuell die Gründung des Freibad-Fördervereins vorbereitet. Mitinitiator Wolfgang Kinzel begrüßte auch Fleckenbürgermeister Stefan Wachholder, die Schwimmmeister Uwe Lampe und Björn Reinke sowie Kioskbetreiber Jürgen Röhrke aus Großenkneten. Letzterer heimste für sein Engagement während der zurückliegenden Saison Lob ein. Die Badegäste hatten sein kulinarisches Angebot mit Anerkennung bedacht. Röhrke legte auch Wert auf ein stimmiges Drumherum – nicht nur im Sommer, sogar im Herbst: Als andere Schwimmbäder längst die Saison abgehakt hatten, stellte er noch Pflanzschalen mit Astern auf.

Augenmerk auf Familien mit Kindern

Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse konnte aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen, hatte aber im Vorfeld verlauten lassen, er wolle die Initiativgruppe einladen, um alles Weitere rund um die Vereinsgründung zu besprechen. „Wir könnten uns vorstellen, jährlich einen Mitgliedsbeitrag von zwölf Euro zu veranschlagen“, sagte Kinzel.

Röhrke legte das Augenmerk auf Familien mit Kindern und erhoffte sich, mit Qualität und Service in der Freibadgastronomie bei dieser Zielgruppe nachhaltig zu punkten. Uwe Lampe lenkte den Blick auf die Spielecke: Wenn es gelänge, sie noch attraktiver zu gestalten, spräche sich das herum. Und: „Hab’ ich die Kinder, hab’ ich automatisch auch die Eltern“, gab der Schwimmmeister zu bedenken.

Diskussionsstoff bot die Frage, wie sich die junge Generation trotz langer Schultage und oftmals intensiven Medienkonsums (noch) stärker für das „kühle Nass“ begeistern ließe. Überlegungen gingen dahin, die Schulen mehr ins Boot zu holen, um die Schüler schon während des Schwimmunterrichts von dem Bad profitieren zu lassen. Jutta Hillmann mahnte, nicht nur Kinder und Jugendliche im Fokus zu haben. Es gebe auch Erwachsene, die nicht schwimmen könnten und das Bad genau deswegen nicht aufsuchten. Kurse für die „Großen“, die’s lernen oder ihre Schwimmtechnik verbessern wollen, könnten vor diesem Hintergrund Sinn machen.

Zur Sprache kamen ebenso Müll, Unrat und Zigarettenkippen bei den Fahrradständern, die keinen guten Eindruck bei den Gästen hinterlassen. Hier könnte der künftige Förderverein, der ja auch personelle Unterstützung leisten will, gegebenenfalls ansetzen. Denkbar, dass Mitglieder bereit wären, in dem Bereich im Interesse eines besseren Erscheinungsbildes „klar Schiff“ zu machen.

„I love my Rosenbad“ – sogar im Winter

Zum Thema Blumenpflege hieß es, speziell die Rosen, sozusagen das Aushängeschild des Rosenfreibades, seien in keinem guten Zustand.

Wolfgang Kinzel erläuterte, der nächste Schritt sei nun, mit kompetenten Leuten über den Vereinssatzungsentwurf zu sprechen, diesen zu überarbeiten und die Voraussetzungen für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit im Detail mit dem Finanzamt zu klären. Sodann könne die Gründungsversammlung ins Visier genommen werden. „Wir müssen an die Sache systematisch und konstruiert herangehen – ohne Stress und Hektik. Bis zum Frühjahr 2017 sollte dann alles auf einem guten Fundament stehen“, erhoffte sich Kinzel.

Gaby Otto, ebenfalls in der Initiativgruppe aktiv, meinte schmunzelnd: „Es wäre doch lustig, auf dem Weihnachtsmarkt mit einem T-Shirt mit der Aufschrift ,I love my Rosenbad’ herumzulaufen.“

An Florian Eiskamp wurde die Idee herangetragen, das Babybecken mit einem Sonnensegel zu bereichern, um die Kleinsten vor der prallen Sonne zu schützen. Eine Intention lag den Initiatoren besonders am Herzen: Sie wollen keineswegs mäkeln und meckern, sondern vielmehr „mit kleinen Schritten unterstützen“. 

aro

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