Stefan „Pele“ Götzer holt sich auf der Bühne im „Liberty’s“ Unterstützung von Jana Flacuss

Singer-Songwriter zieht Publikum in den Bann

Stefan „Pele“ Götzer und Jana Flacuss zogen das Publikum im „Liberty´s“ in ihren Bann. - Foto: Nosthoff

Harpstedt - Wer war schon einmal auf einem Konzert, bei dem das Publikum plötzlich selbst Teil der Band wurde? Der Musiker Stefan „Pele“ Götzer hatte während seines Auftritts im Harpstedter „Liberty’s“ am Donnerstagabend jedenfalls kein Problem, die rund 30 Zuhörer auch zum Mitsingen zu animieren – und übertrug ihnen mal den Schlagzeug- oder Bläser-Part, mal den Refrain, mal den Background-Gesang.

„Pele“ trat gemeinsam mit Jana Flacuss, die ihn im Background und Duett gesanglich unterstützte, als „zwei Sechzehntel“ der Formation „Pele Caster“ auf. Dieses Projekt hat insgesamt 16 musikalische Mitstreiter, die die Songs mit den unterschiedlichsten Instrumenten stets auf andere Art und Weise umsetzen. Oft entscheidet sich erst kurz vor Konzerten, welche Musiker gemeinsam auf der Bühne stehen. Die Musik von „Pele Caster“ lebt daher stets von Spannung, Improvisation und dem Live-Augenblick.

Den genossen die Zuhörer in vollen Zügen, denn schon nach den ersten Tönen war klar, dass nicht nur hinter „Peles“ Gesang und Gitarrenspiel unglaubliche Energie steckt, sondern dass Flacuss‘ Stimme dazu auch noch wunderbar harmonierte. „Jana ist unser jüngstes Bandmitglied“, stellte „Pele“ seine Begleiterin vor. Beide gemeinsam zogen das Publikum schnell in ihren Bann.

So mit dem Song „Erde, Mond“, den „Pele“ kurz nach der Auflösung seiner recht erfolgreichen Band „Astra Kid“ im Jahr 2005 geschrieben hatte. „Ich seh‘ dir zu, wie du dich umdrehst, du bist die Erde, ich der Mond“, sang „Pele“ – und der ganze Klang des Songs hatte etwas Zauberhaftes.

Rockiger war dagegen das zweite Stück „Der Laden ist am Ende“. Laut „Pele“ widmete er ihn einer Kneipe, in der er einmal aufgetreten war. „Natürlich nicht dem Liberty’s“, betonte der Sänger grinsend.

Trotz der manchmal kritischen, bisweilen melancholischen, aber auch oft heiteren Texte kamen „Peles“ Songs immer energiegeladen, berührend und mitreißend daher. Als „beinahe ein Liebeslied“ beschrieb „Pele“ das Stück „Wir haben uns“. „Der Augenblick bleibt stehen – wir gehen weiter; Wir haben keine Fragen – wir sind die Antwort“, sangen „Pele“ und Flacuss im Duett.

Augenzwinkernd widmete er spontan der Harpstedter Mühle ein Lied – auf seine besondere Weise das Liebeslied: „Kein Ende in Sicht“. „Die Macht der Ungewissheit interessiert uns nicht… berührt uns nicht“, hieß es darin.

Auch den Titelsong des neuen Albums brachten die beiden Musiker in Harpstedt zu Gehör. Mit „14 Anrufe in Abwesenheit“ hatte „Pele“ diesem Hit einen ungewöhnlichen Titel verpasst.

„Bring mich nach Hause“, schrie er bei dem Song „Alte Wunden“ ins Mikro. „Es geht aber auch fröhlich“, vergewisserte er dem Publikum und machte denn auch direkt mit einem Lied über das Nachtleben weiter: „An der Sonne vorbei“.

Wie man es von „Pele“ gewöhnt ist, gab es fast nur Eigenkompositionen zu hören. Eine Ausnahme machte er, um Flacuss Gelegenheit zu geben, einmal ausschließlich ihre Stimme bei dem Song „We can work it out“ vorzustellen. Auch dabei stimmte das Publikum mit ein.

Als Support vor dem „Pele“-Konzert traten Singer/Songwirter Alexander Reuter und Jannes Waterstrat (Akkordeon) auf – auch fast nur mit Eigenkompositionen. - an

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