Wahl-Oldenburgerin Ewa Martens stellt im Hotel „Zur Wasserburg“ aus

Sie schickt sich an, Emotionen auf die Leinwand zu bringen

Nicht unbedingt repräsentativ für Ewa Martens’ Ausstellung im Hotel „Zur Wasserburg“ mit vorwiegend gegenständlichen Arbeiten sind diese beiden expressiven Werke. - Foto: Michael Grohe

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken. „Abstraktionen sind die Reisen meiner Seele“ – das sei seit vielen Jahren ein Motto, das „mein künstlerisches Dasein definiert“, sagt Ewa Martens. Im Harpstedter Hotel „Zur Wasserburg“ zeigt die in Warschau geborene Malerin allerdings bis Ende Oktober vorwiegend gegenständliche Arbeiten mit oft floralen Motiven, aber auch Landschaftsbilder und Stillleben. Die Vernissage beginnt dort am Sonnabend, 10. September, um 17 Uhr.

Seit den 1990er-Jahren lebt und wirkt die freischaffende Künstlerin in Oldenburg. Ihre Ausbildung am Warschauer Lyzeum für Bildende Künste schloss sie als Jahrgangsbeste ab. Vier Semester studierte sie Kunst an der Kunstakademie der polnischen Hauptstadt. Mehrere Jahre arbeitete sie als Galeristin. 1987 präsentierte sie in Warschau erstmals eigene Arbeiten in einer Ausstellung für abstrakte Malerei. Seither hat sie schon vielerorts von sich reden gemacht. Davon zeugen diverse Ausstellungen – sowohl in der Bundesrepublik als auch im Ausland.

Seit ihrer Kindheit, so sagt sie, sei die Malerei ihre größte Leidenschaft. „Meine Gefühle, Ideen und Gedanken in Bilder einfließen zu lassen, wurde zu meiner zweiten Natur.“ Während des Kunststudiums hätten abstrakte Arbeiten sie fasziniert. Später habe sie die vielfältigen Möglichkeiten in der Malerei mit Acrylfarben entdeckt. In den vergangenen Jahren seien ihre Gemälde „von starken expressiven Farbaufträgen gekennzeichnet“. Der „Dialog mit dem Material“ und die enge Verbindung sowie Farbe, Struktur und Form „verleihen meinen Bildern Dreidimensionalität“, urteilt Ewa Martens über ihre Arbeiten, die, so ihr Anliegen, „Stimmungen und Visionen fühlbar werden lassen“ und dem Betrachter „zugleich einen Freiraum schaffen für eigene Interpretation“.

Im Experimentieren mit Farben und Materialien sowie in der Suche nach immer neuen Ausdrucksformen sieht die Wahl-Oldenburgerin die Grundlage ihrer Malerei. Sie will Emotionen auf die Leinwand transportieren.

„Eine intensive und spannungsgeladene Kommunikation zwischen mir und dem Bild baut sich auf, die den Malprozess stark beeinflusst und instinktiv nach einem harmonischen Ergebnis strebt“, spricht die Künstlerin aus Erfahrung. Beispiele für die große Rolle, die Gefühle im kreativen Prozess spielen, seien Bilder mit Titeln wie „Mein Paradies“, „Innere Welt“ oder „Das Leben ist schön“. Als Ausgleich zu den dynamisch-expressiven Werken habe sie ein Thema gefunden, das sie entspanne und zum Träumen verführe, spielt Ewa Martens auf den „Zauber der Sieben Meere“ an. So heißt eine Bilderserie, an der sie seit 2003 arbeitet. Bis heute umfasst sie mehr als 30 Aquarellszenen in den Formaten 30 mal 40 und zehn mal 15 Zentimeter. „Neulich haben einige größere Bilder die Serie ergänzt“, erzählt die Malerin. Die Werke hätten sich im Laufe der Zeit in ihren Strukturen und Farbkombinationen verändert. Als Inspiration, so Ewa Martens, „dienten mir meine früheren abstrakten Bilder, die mit der Vielfalt von Linien, Farbflächen und Lichtreflexen einem Aquarium ähnlich erschienen. Ich habe das Thema spielerisch und ein wenig poetisch betrachtet.“ Die in der „Wasserburg“ präsentierten Bilder sind auch im Internet zu betrachten.

www.zur-wasserburg.de

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