Bürgermeister Post benennt Anliegen für kommende Jahre

„Neues Baugebiet entwickeln“

Als Stellvertreter steht dem alten und neuen Bürgermeister der Gemeinde Dünsen, Hartmut Post (rechts), nunmehr Heinz-Jürgen Greszik (SPD) zur Seite – und als Verwaltungsvertreterin weiterhin Andrea Schadwinkel. - Foto: Bohlken

Dünsen - Von Jürgen Bohlken. Bei der Wahl des Rates der Gemeinde Dünsen am 11. September zog Hartmut Post mehr als anderthalbmal so viele Stimmen wie alle gewählten Mandatsträger der SPD/DBL-„Opposition“ zusammen. Von daher hätte es fast schon befremdlich angemutet, wenn er als Bürgermeister nicht wiedergewählt worden wäre.

Und so trat am Donnerstagabend während der konstituierenden Sitzung im „Landhaus Dünsen“ ein, was zu erwarten stand: Post musste sich nicht gegen einen Gegenkandidaten behaupten und erhielt in offener Wahl das uneingeschränkte Vertrauen des Rates.

Der alte und neue Bürgermeister umriss sodann Themen, denen aus seiner Sicht in der neuen Ratsperiode eine besondere Bedeutung zukommt. Das Wohngebiet am Ahornring sei so gut wie voll. Ein einziges Grundstück habe die Gemeinde noch abzugeben. „Wir müssen ein neues Baugebiet entwickeln und versuchen, geeignete Flächen dafür zu bekommen“, sagte Post. Auch müsse die Gemeinde den Blick auf ihren größten Gewerbebetrieb richten, spielte der Bürgermeister auf „Meiners Saaten“ an. Der letzte Abschnitt des Hochregallagers sei so gut wie fertig – und der Platz auf dem Unternehmensgrundstück damit ausgeschöpft. „Das müssen wir als Gemeinde im Auge behalten“, sagte Post. Gleiches gelte für alle anderen Betriebe mit Expansionswunsch. Dem Bürgermeister liegt nach eigenem Bekunden sehr daran, „dass wir unsere Gewerbetriebe behalten“ – auch die kleinen. Ein großes Thema werde das Bürgerauto für Dünsen werden. „Ich hoffe, wir bekommen es wirklich. Die Chancen sind in meinen Augen sehr groß“, so Post. Er zeigte sich überzeugt von einer erfolgreichen Umsetzung mit Hilfe des Rates und der Einwohner. „Wer die Dünsener kennt, der weiß, dass eine Sache läuft, die hier bei uns in die Hand genommen wird.“

Die Wählergemeinschaft Dünsen (WGD) stellt mit sechs Abgeordneten nach wie vor die Ratsmehrheit. SPD und Dünsener Bürgerliste (DBL) kommen zusammen auf fünf Mandate. Die WGD hätte sich folglich alle zu vergebenden Posten selbst zuschanzen können, gestand der SPD aber im Interesse eines guten Klimas im Rat den stellvertretenden Bürgermeister zu. In diesem Amt trat nach einstimmiger Wahl Heinz-Jürgen Greszik die Nachfolge von Heinrich Dittmer-Hohnholz (WGD) an.

Zugeständnis an die SPD

Uwe Kräkel (SPD) wollte offenkundig noch mehr herausholen. Als es um die Berufung des Verwaltungsvertreters der Bürgermeisters ging, stimmte er gegen die von Hartmut Post vorgeschlagene Andrea Schadwinkel (WGD); die DBL enthielt sich. Der großes Rest votierte für Schadwinkel, die damit Verwaltungsvertreterin bleibt. Da das Vorschlagsrecht ausschließlich beim Bürgermeister liegt, durfte die „Opposition“ keinen Gegenkandidaten benennen.

Auf Fachausschüsse verzichtet der Rat weiterhin. Am Verwaltungsausschuss (VA) halten die Mandatsträger indes fest. Hartmut Post (WGD) gehört dem VA kraft Amtes an; außerdem wirken als Beigeordnete Heinrich Dittmer-Hohnholz und Heinz-Jürgen Greszik darin mit. Als Fraktionsvorsitzende fungieren Andrea Schadwinkel (WGD), Heinz-Jürgen Greszik (SPD) und Julia Prass (DBL). Insgesamt nahm die konstituierende Sitzung, die nur eine halbe Stunde währte, einen derart harmonischen Verlauf, dass der Altersvorsitzende Christian Nagler (SPD) unter dem Punkt „Anfragen und Anregungen“ eine Wortmeldung zurückzog, um die Harmonie nicht zu stören: „Das verschiebe ich“, sagte er.

Julia Prass (DBL), die zu den Ratsneulingen zählt, wünschte sich für die Zukunft im Interesse einer besseren Planbarkeit einen regelmäßigen Sitzungsturnus. Hartmut Post will sich darum bemühen, dem Wunsch nachzukommen und zumindest die Termine so früh wie möglich anzukündigen. Er gab aber zu bedenken, dass manche Themen eine kurzfristige Beratung erforderten – wie kürzlich das Bürgerauto.

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