Landrat Harings besucht Unternehmen in Simmerhausen

Landkreis und Remondis weiten Partnerschaft aus

Arend Cobi (links) und Peter Schröder (rechts) von Remondis informierten Landrat Carsten Harings über den Standort. - Foto: bor

Simmerhausen/Landkreis Oldenburg - Von Ove Bornholt. Landrat Carsten Harings hat sich am Montag ein Bild von der Lage beim Entsorger Remondis gemacht, der seit 20 Jahren im Gewerbegebiet Simmerhausen sitzt. Die Partnerschaft zwischen dem Landkreis und dem Unternehmen wird ausgeweitet.

Die Firma, die seit Mitte der 70er-Jahre bis Mitte der 90er-Jahre am Westring in Wildeshausen angesiedelt war, kümmert sich ab Januar um die Grünabfallsammelstellen in Wildeshausen, Wardenburg, Hude, Großenkneten, Hatten und Harpstedt. Diese waren zuvor in Gemeindehand gewesen und wurden vom Kreis übernommen. Dieser modernisiert die Anlagen derzeit noch. Die Sammelstelle in Neerstedt betreibt Remondis schon jetzt.

Doch zurück zu dem rund drei Hektar großen Gelände in Simmerhausen. Dort kommen monatlich rund 2.000 Tonnen Müll an, die bearbeitetet, sortiert und weiterverteilt werden. Davon sind 1.000 Tonnen Restmüll, 600 Tonnen Holz, 300 Tonnen Papier und 100 Tonnen Folien. Alles von Unternehmen, denn die Entsorgung des Privatmülls im Landkreis Oldenburg liegt in den Händen der Firma Heinemann.

Die Fläche reiche derzeit aus, sagte Niederlassungsleiter Bernd Schröder, der als Mann der ersten Stunde schon seit 40 Jahren bei Remondis ist. Der Standort sei langfristig gesichert, ergänzte Arend Cobi, Leitung Vertrieb Kommunal.

In der Umgebung könnte in Zukunft ein interkommunales weiteres Gewerbegebiet entstehen. „Ich finde es gut, wenn Kommunen kooperieren“, lobte Harings die Stadt Wildeshausen sowie Dötlingen und Harpstedt. Welchen Standort er vorzieht und ob ihm ein Industriegebiet Wildeshausen-West lieber wäre, wollte er nicht kommentieren. „Die Gemeinden werden die richtigen Entscheidungen treffen.“ Aber man solle Wildeshausen-West nicht vorschnell verwerfen, die Kreisstadt müsse schließlich auch Möglichkeiten haben, sich zu entwickeln.

Apropos Entwicklung, sowohl der Landkreis als auch Remondis wollen die Bildung von Kindern im Umweltbereich stärken. Die richtige Sortierung des Mülls sei wichtig für ein vernünftiges Recycling, sagte Cobi. Daran hapert es wohl noch oft genug. Damit stieß er beim Landrat auf offene Ohren. Er appellierte an alle Bürger, keinen Biomüll in die Restabfalltonne zu tun. Dazu gebe es ab April auch eine neue Saisontonne für Biomüll, die sieben Monate im Jahr geleert wird, erinnerte Harings.

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