Vier Chöre verzücken ihr Publikum

Ein Hoch auf die Musik, die Harmonie und die Partnerschaft

In sechs Wochen hatten die „Ohrwürmer“ ein französisches Lied einstudiert, das sie den Zuhörern nicht vorenthielten.

Harpstedt - Von Anja Rottmann. Gleich vier Chöre haben am frühen Sonntagabend in der Christuskirche in Harpstedt eine beeindruckende Vorstellung ihres Könnens gegeben. „Vive la musique“, es lebe die Musik, lautete das Motto, das bereits den internationalen Anstrich des Konzerts erahnen ließ.

Der Chor „A travers chants“ aus Loué mit Dirigentin Fabienne Geslot, der Gemischte Chor Harpstedt unter Stabführung von Steffen Akkermann mit der von Ute Klitte leiteten Streichergruppe und der Chorband sowie der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde und die „Harpstedter Ohrwürmer“ mit ihrer Leiterin Lena Hannekum verzückten und begeisterten die Zuhörer im voll besetzten Gotteshaus.

Instrumental ging es los: Der von Klaus Corleis geleitete Posaunenchor eröffnete den Melodienreigen. Er intonierte „Preis und Anbetung“ von Christian Heinrich Rinck.

In einer kurzen Begrüßungsansprache wünschte Angela Willms, die erste Vorsitzende des Gemischten Chors Harpstedt, allen Beteiligten viel Spaß. „Die lebendige und intensive Freundschaft besteht nunmehr schon seit fast 50 Jahren“, sagte Fleckenbürgermeister Werner Richter. Es sei immer wieder schön, wenn Menschen aus beiden Partnergemeinden miteinander musizierten. „Es lebe die Partnerschaft, die Harmonie und die Musik!“, fügte Richter mit Pathos hinzu. Die Wortbeiträge wurden natürlich auch ins Französische übersetzt.

Nachdem der Posaunenchor „Himmel, Erde, Luft und Meer“ von Traugott Fünfgeld zu Gehör gebracht hatte, kamen die „Ohrwürmer“ zum Zuge. Die 15 Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren, darunter zwei Jungen, sangen voller Inbrunst und Begeisterung. Mit erheiternden Weisen wie „Echt elefantastisch“, „Tante Trude“ und „Der Papagei ein Vogel ist“ eroberten sie die Herzen im Sturm. Chorleiterin Lena Hannekum hatte es außerdem geschafft, mit ihnen in sechs Wochen das französische Volkslied „Der Hahn ist tot“ einzustudieren, das sie ebenfalls zum Besten gaben. Für diese Leistung bekamen die „Ohrwürmer“ einen besonders kräftigen Applaus.

Im Anschluss sang „A travers chants“ aus Loué vier Stücke aus seinem Repertoire, darunter ein Liebes- sowie zwei spanische Lieder. Mit „Intrada“ aus „Gullivers Reisen“ verzauberten indes Ute Klitte und die Solistin Clara Meyer-Nicolaus in einem Violinen-Duett.

Musical-Fans kamen bei „Memory“ aus „Cats“, „Der Wassermann“ aus „Hair“ sowie „Er sang, sobald ich schlief“ aus „Das Phantom der Oper“, dargeboten vom Gemischten Chor Harpstedt, voll auf ihre Kosten. Für einen Überraschungsmoment sorgte ein „Phantom“, das in entsprechender Verkleidung durch den Mittelgang zur Bühne schritt.

Während der Pause verwöhnte die Weinstandgruppe die Besucher mit Wein und anderen Kaltgetränken, ehe der Posaunenchor mit „Postludio“ von Traugott Fünfgeld den zweiten Konzertteil einläutete. Mit vier weiteren Stücken, darunter sogar Lieder aus Ungarn und Südafrika, zog „A travers chants“ die Zuhörer in seinen Bann, bevor die Streichergruppe mit „Theme from Godfather Part II“ („Der Pate II“) und einem „Fiddle-Medley“ nachzog.

Das krönende i-Tüpfelchen folgte, als beide gemischten Chöre ihr großes Können gemeinsam mit den Klassikern „La mer“ und „Aux Champs Élysées“ unter Beweis stellten. Nicht minder hörenswert: „A la claire fontaine“, ein französisch-kanadisches Volkslied, und das melancholische „Only time“ von der irischen New-Age-Musikerin Enya. In ihren Abschlussworten dankte Angela Willms allen Sängern und Instrumentalisten für ihre großartigen Leistungen, der Kirchengemeinde für die Bereitstellung des Gotteshauses und dem Team, das sich um den Bühnenaufbau gekümmert hatte.

Das Konzert sollte eigentlich mit dem gemeinsamen Stück „La nuit“, erst in deutscher, dann in französischer Sprache, das Programm beenden. Im Zugabeteil folgte dann „Kumbaya“; schon als die ersten Akkorde erklangen, spendeten die Zuhörer tosenden Beifall.

Nach rund zwei Stunden ging ein toller musikalischer Abend zu Ende, von dem alle Beteiligten noch lange zehren können. Die eingesammelten Spenden werden zu gleichen Teilen für diakonische Aufgaben der Kirchengemeinde sowie als Unterstützung der teilnehmenden Gruppen verwendet.

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