Einrichtung von Singeklassen an Grundschulen geplant

Kreischorverband Diepholz tagt in Dünsen 

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Die Aktiven aus Vorstand und erweitertem Vorstand: Rudolf Hagen, Herbert Heidemann, Margret Waitz, Elisabeth Akkermann, Heinrich Schumacher, Martina Timmermann, Steffen Akkermann, Georg Michalski und Fred Büchau (von links). 

Dünsen - Dass die Nachwuchsförderung ihm besonders am Herzen liegt, betonte Herbert Heidemann, der Vorsitzende des Kreischorverbands Diepholz (KCVDH), während des Chorverbandstags am Sonnabendnachmittag im Hotel „Rogge Dünsen“.

Da die Versammlung diesmal auf dem Gebiet der Samtgemeinde Harpstedt über die Bühne ging, hatte Fred Büchau, der Vorsitzende der Kreisgruppe Klosterbach-Delme, die Organisation übernommen. Zum KCVDH gehören außerdem die Kreisgruppen Diepholz, Sulingen und Hache-Ochtum. Als Ehrengäste besuchten der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Klaus Stark sowie der stellvertretende Dünsener Bürgermeister Heinz-Jürgen Greszik die Veranstaltung. Sie genossen den musikalischen Auftakt, für den Steffen Akkermann und der Gemischte Chor Harpstedt sowie ein eigens zusammengestelltes Mini-Orchester sorgten. Anlässlich der „Zeit des Gedenkens“ in den Novembertagen erklangen unter anderem „Memory“ aus „Cats“ und der inoffizielle 9/11-Erinnerungssong „Only time“ der irischen New-Age-Musikerin Enya. Klaus Stark lobte in seinem Grußwort, dass die Chöre sich „der Musik in ihrer reinsten Form“ verschrieben hätten. Auch in der Samtgemeinde gebe es zahlreiche Musikgruppen. „Das ist nur möglich, weil sich Menschen – so wie Sie – im Ehrenamt engagieren.“

Funktioniert sogar „bei Stromausfall“

Stark schloss seine Rede mit einem Zitat des Musikers Reinhard Mey über selbst gemachte Musik: „Ein Stück Musik aus Fleisch und Blut … funktioniert immer und überall, auch am Ende der Welt, bei Nacht und Stromausfall.“ Ebenso hieß Greszik die Sänger in der Gemeinde willkommen und hob die guten musikalischen Beziehungen zu den Nachbarn hervor: Er freue sich, dass die „Musik ohne Grenzen“ sich in diesem Fall von den Kreisgrenzen nicht stören lasse.

2 200 Sänger gehören dem KCVDH an. Trotz der stattlichen Zahl plagen auch den Chorverband Nachwuchssorgen, verhehlte Heidemann in seinem Bericht nicht. „Entsprechend dem allgemeinen Trend geht die Zahl der Sänger und der Chöre zurück.“ Der KCVDH setze daher auf Zukunftsarbeit: „Wir wollen junge Menschen für das Singen in Gemeinschaft begeistern und zum Singen bewegen“, so der Vorsitzende. Der Kreischorverband biete zum Beispiel seit vielen Jahren Schulungen für Kindergärten an, nach denen die Kitas dann entsprechende Plaketten erhielten. Daneben habe der Vorstand bereits ein weiteres Projekt zur Förderung der Jüngsten begonnen: „In Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule Diepholz wollen wir in möglichst vielen Grundschulen Singeklassen einrichten“, erläuterte Heidemann. Ein erster Modellversuch startete in Diepholz an der Grundschule St. Hülfe/Heede zum Schuljahr 2016/17. Eine weitere Singeklasse in Siedenburg ist bereits in Vorbereitung. Auch an Grundschulen in Bramstedt und in Bruchhausen-Vilsen soll das Projekt anlaufen. „In den jahrgangsübergreifenden Singeklassen steht dann pro Woche zusätzlich zum normalen Musikunterricht eine Unterrichtsstunde für gemeinsames Singen zur Verfügung“, erläuterte Herbert Heidemann. Geplant sei, dass sich später aus den Singeklassen Jugendchöre rekrutierten, die der Kreischorverband Diepholz zusätzlich außerhalb der Schule organisiere.

Während der Versammlung standen für einige Ämter nach dem Zweijahres-Turnus auch Wahlen an. Der stellvertretende Vorsitzende Georg Michalski erfuhr Bestätigung im Amt. Neue stellvertretende Schatzmeisterin ist Margret Waitz. Der Schriftführer-Posten blieb unbesetzt. Martina Timmermann fungiert weiterhin als stellvertretende Schriftführerin. 

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