Kulturnacht: Akkermann wird beim Bürgermeister „anklopfen“

Dünsen wäre an der Reihe

Eine Spende in Höhe von 300 Euro für die musikalische Arbeit in der Gemeinde Colnrade überreichten Steffen Akkermann und Annelen Voß (r.) vom „Elferrat“ am Donnerstagabend an Colnrades Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann. - Foto: Bohlken

Colnrade/Dünsen - Nach B wie Beckeln und C wie Colnrade wäre D wie Dünsen an der Reihe. Dort soll 2018 die nächste Kulturnacht der Samtgemeinde Harpstedt steigen. Cheforganisator Steffen Akkermann vom „Elferrat“ will bald bei Bürgermeister Hartmut Post anklopfen, ob die Gemeinde als Ausrichterin zur Verfügung steht, allerdings nicht mehr vor der Kommunalwahl.

Bis Ostern 2017 erhofft er sich eine Antwort. Das Event will von langer Hand vorbereitet werden. Ein Jahr Vorlauf sei angemessen, klang am Donnerstag während einer Nachlese zur Kulturnacht 2016 im Gasthaus Schliehe-Diecks an. Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann schwärmte im Rückblick auf die Veranstaltung, die ihre zweite „Auflage“ in Colnrade erlebt hatte, geradezu. „Toller Tag, sehr schöne Stimmung“, erinnerte sie sich gern an den 18. Juni zurück.

Die große Vielfalt mache die Kulturnacht so reizvoll, resümierte Akkermann. Kirchenmusik, Märsche, Swing, Gospel, Streicherklänge, Volkstümliches und sogar Kleinkunst, auch Beiträge in plattdeutscher Sprache, hatten zusammen einen charmanten Mix ergeben. Fast alles, was angekündigt war, fand auch statt. Einzig die Band „Chucky says“ konnte wegen eines Krankheitsfalls nicht auftreten. 

Ein bisschen enttäuscht soll, so hieß es während der Nachlese, der Landfrauenchor gewesen sein, dem die undankbare Aufgabe zufiel, in der Schlieheschen Kulturscheune den Konzertreigen zu eröffnen. Die Damen hätten statt vor Zuhörern „gegen Wände gesungen“. Ansonsten aber sei die Stimmung „phänomenal“ gewesen, vor allem in der Kirche St. Marien, meinte Mitorganisatorin Annelen Voß. Dritter Schauplatz des Geschehens war die Ofenhaus-Manufaktur gewesen.

Höchstens drei Auftrittsorte, eher zwei, sind für die dritte Kulturnacht avisiert. Am Termin ist „gedreht“ worden: Das vorletzte Wochenende vor dem Sommerferienbeginn wird nun ins Auge gefasst – in der Hoffnung auf wenig Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen. In diesem Jahr musste die Kulturnacht unerwartet mit dem Harpstedter Nachtflohmarkt konkurrieren. 

„Wir hatten unseren Termin zuerst festgezurrt“, merkte Akkermann an. Überschneidungen müssen allerdings nicht zwangsläufig bewirken, dass sich Veranstalter gegenseitig viel Publikum wegnehmen. So besuchten den Nachtflohmarkt diverse Interessierte, die zuvor Kultur in Colnrade genossen hatten.

Das Zeitfenster, 17 bis 22 Uhr, hat sich nach Einschätzung der Organisatoren ebenso bewährt wie die jeweils halbstündige Auftrittsdauer und die Bewerbung mit Flyern und Plakaten. Ein begleitendes kulinarisches Angebot gilt als unentbehrlich. Zehn Minuten Puffer zwischen den Konzerten halten die Macher der Kulturnacht auch mit Blick auf 2018 für hinreichend. 

Weiterhin wird es je Auftrittsort einen Moderator geben, der die einzelnen Gruppen benennt. Letztere sollen aber ihr Programm – wie gehabt – selbst vorstellen. Alle auftretenden Kulturschaffenden müssen auf Gage verzichten. Die Kulturnacht bleibt eine Plattform für Musikgruppen aus der Samtgemeinde Harpstedt; um die 15 können auch 2018 dabei sein.

Spendenerlöse aus der diesjährigen Kulturnacht in Höhe von 300 Euro für die musikalische Arbeit in der Gemeinde Colnrade wird die Bürgermeisterin zu gleichen Teilen à 60 Euro den Beckstedter Jungs, den Marienkäfern, den St. Marien Gospel Voices, dem Posaunenchor sowie dem Spielmannszug Beckstedt zukommen lassen. - boh

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